Mercedes-Chefdesigner spricht über die Schwierigkeiten mit dem Auto in der vergangenen Saison und hofft, dass der neue W09 weniger Probleme machen wird.
Am Ende der Saison 2017 jubelten wieder einmal die Silberpfeile, zum 4. Mal in Folge sicherten sie sich Fahrer- und Konstrukteurs-WM. Es war für die Mannschaft jedoch ein deutlich härterer Kampf als in den Jahren zuvor. Das lag zum einen daran, dass Ferrari wieder zu einem echten Konkurrenten wurde, zum anderen hatte man zu Beginn der Saison große Probleme mit dem Auto.
„Wir haben dieses Auto nicht verstanden“, gesteht Chefdesigner John Owen im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘. Owen erklärt: „Die Bezeichnung ‚Diva‘ ist entstanden, weil wir den Eindruck hatten, dass wir alles richtig gemacht hatten. Aber das Auto reagierte nicht so, wie wir es wollten. In den ersten Rennen waren wir ehrlich gesagt ziemlich verwirrt. Wir wussten nicht was wir tun sollten.“
Trotz allem konnte Mercedes 3 der ersten 5 Rennen des Jahres gewinnen und mit Ferrari auf Augenhöhe bleiben. „Wir haben viele Dinge ausprobiert. Wir haben dann verstanden, woher die Probleme kommen“ schildert Owen weiter. Das bedeutete jedoch einen erheblichen Mehraufwand für das Team, verglichen mit den Jahren zuvor.
Laut dem Chefdesigner bereiteten ihnen vor allem die langsameren und heißeren Strecken die meisten Probleme. Doch nach gelungener Analyse und Weiterentwicklung würde die Truppe der Silberpfeile das Auto am Ende der Saison wohl nicht mehr als Diva bezeichnen.
Beim neuen W09 Boliden möchte man wohl weiter an den entsprechenden Stellen nachbessern. „Hoffentlich entstehen dadurch keine neuen Probleme“, sagt Owen, der solche Schwierigkeiten wie im vergangenen Jahr natürlich gerne vermeiden würde.
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