Daniel Ricciardo gewinnt sensationell die Highspeed-Schlacht in Spa – 50. Rennsieg für das österreichische Team
Ricciardo, der bereits den letzten Grand Prix vor der Sommerpause in Ungarn gewonnen hatte, sicherte sich mit einer fehlerfreien und abgezockten Fahrt den dritten Erfolg seiner Karriere. Der Red Bull Pilot nutzte zunächst einen Fahrerfehler seines Teamkollegen Sebastian Vettel um an ihm vorbeizuziehen. Danach profitierte er von der Kollision zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton und übernahm nach dem Stopp von WM-Leader Rosberg die Führung. „Anders als bei meinen beiden Siegen führte ich hier eine lange Zeit. Ich musste alles versuchen um die Rundenzeiten gut zu halten und keine Fehler machen, damit ich vorne bleiben konnte.“ Als Rosberg aufholte blieb der Aussie aber cool und brachte den Vorsprung ins Ziel. „Du hoffst immer, dass alles am Wagen hält. Und dann musst Du man einfach fokussiert bleiben“ zeigte Disco Dan wieder sein breitestes Grinsen.
Die Silberpfeile waren in Training und Qualifying so überlegen, dass alles auf einen Doppelsieg tippte. Doch zunächst überraschte Lewis Hamilton Polesitter Nico Rosberg am Start und zog vorbei. Der Deutsche wollte sich in Runde 2 revanchieren und schlitzte dabei dem Teamkollegen den Reifen auf. Hamiltons Rennen war gelaufen und Rosberg verpasste den Sieg wegen eines zusätzlichen Stopps um die beschädigte Nase zu tauschen. „Ich versuchte außen an Lewis vorbeigehen und dann habe ich ihn getroffen. Aus Teamsicht war das natürlich schlecht, denn es hat unser beider Rennen beeinflusst. Wir wären schnell genug gewesen um zu gewinnen.“ Stallgefährte Hamilton war verblüfft: „Ich verstand nicht, was wirklich passiert war. Ich spürte nur einen heftigen Schlag im Heck. Ich habe ihm genug Platz gelassen. Ich habe wirklich keine Erklärung. Das hat dem Team sehr geschadet, denn wir hätten locker einen Doppelsieg holen können”, schüttelte Hamilton nur den Kopf. Mercedes Motorsport Boss Niki Lauda war nicht amused: „In der zweiten Runde wollte Nico an Lewis vorbeifahren und hat ihm den Reifen aufgeschlitzt. Das ist inakzeptabel. Was Nico wollte ist mir wurscht. Wir hätten das Rennen 1-2 runterfahren können. Der Krieg der Sterne geht ins Management hinauf. Nach dem Fahrermeeting werden wir uns überlegen, was wir tun.“
Valtteri Bottas fuhr für Williams das vierte Podium im fünften Rennen ein und deklassierte seinen Teamkollegen Felipe Massa (13.) erneut. „Das Team hat einen super Job gemacht und wir sind auf dem richtigen Weg. Natürlich jagen wir dem obersten Stockerl nach, aber diese Saison wird das noch sehr schwer. Wir bräuchten schon einiges an Glück, aber man soll niemals nie sagen“, so Bottas. Durch den Podestplatz des Finnen rückte das Team aus Grove dem Drittplatzierten in der Konstrukteurs-WM, Ferrari, wieder etwas näher. Obwohl auch das Team aus Maranello – überraschenderweise nicht durch Fernando Alonso, sondern durch – Kimi Räikkönen einen vierten Rang im Rennen holte. „Ich mag Spa einfach. Heute hat der Wagen wirklich gut funktioniert und prompt haben wir ein gutes Ergebnis. So einfach kann Rennfahren sein“ analysierte der „Iceman“ trocken.
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