Die Sommerpause in der Formel 1 ist vorbei. Hier ein aktueller Lagebericht von Formelaustria zu den Teams
| Team | Aktueller Status |
| Mercedes | Bei den Silberpfeilen sollte eigentlich Dank der eklatanten Überlegenheit eitel Wonne herrschen, doch dem ist überhaupt nicht so. Der letzte Vorfall in Spa – auch wenn es eigentlich ein Rennunfall war – hat die teaminterne Stimmung wieder angeheizt und das WM-Duell zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton weiter zugespitzt. Toto Wolff scheint die Kontrolle zu verlieren. Und dass Lewis ein Team entzweien kann, wissen wir schon seit McLaren 2007 mit Alonso. Dennoch wird es heuer keinen lachenden Dritten, wie damals Kimi Räikkönen, geben, der den Titel abstaubt.
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| Red Bull | Bei den Bullen hat man sich nach der katastrophalen Preseason gefangen und das Beste aus der schwierigen Situation gemacht. Viel Anteil daran hat Neuzugang Daniel Ricciardo, der Vierfach-Champion Sebastian Vettel ganz klar in den Schatten stellt und bereits drei Siege einfahren konnte. Super Seb ist 2014 gar nicht super, sondern kämpft mit dem Fahrverhalten des Wagens, technischen Defekten und seiner eigenen Einstellung. Aber im Racing English nennt man das „character building“. Auch wenn Disco Dan aktuell WM-Dritter ist, werden die Bullen dieses Jahr nichts mit der Titelvergabe zu tun haben.
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| Ferrari | Fernando Alonso fährt sich mit der Roten Gött….ehm Gurke wieder einmal die Finger wund um einigermaßen mit den Topteams mithalten zu können, aber was hier in Maranello seit Jahren geboten wird, ist eine Frechheit. Neuzugang Kimi Räikkönen muss sich erst an seinen neuen Dienstwagen gewöhnen und ist sicher überrascht wie weit vorne der Spanier mit diesem Kübel immer ankommt. Wenn nicht bald ein paar Updates auftauchen, wird man wohl noch Platz 3 an Williams verlieren
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| Williams | Der Traditionsrennstall von Sir Frank ist die positive Überraschung der Saison. Es tut richtig gut, die Jungs aus Grove wieder vorne mitfighten zu sehen. Valtteri Bottas hält das, was von ihm versprochen wurde und holt ein Podium nach dem anderen. Felipe Massa hat auch großen Anteil durch seinen Input, auch wenn er in den Rennen oft Pech hatte und manchmal zu ungestüm agierte. Dennoch ist Williams auf dem richtigen Weg zu alter Stärke.
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| McLaren | Ron Dennis hat in Woking wieder die Macht übernommen und schon einiges in die richtigen Bahnen gelenkt. Aber noch ist man weit von den eigenen Ansprüchen entfernt. Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass 2014 – und wohl auch 2015 – für Dennis & Co. nur Übergangsjahre sind. Honda kommt nächste Saison zurück und dann will man 2016 gerüstet sein. Bis dahin werden Jenson Button und Kevin Magnussen wohl weiterhin kleinere Brötchen backen müssen, auch wenn der eine oder andere Ausreißer nach oben drin ist.
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| Force India | Vijay Mallya hat mit seiner Truppe wieder ganze Arbeit geleistet und hält sich hartnäckig im vorderen Mittelfeld. Viel dazu tragen seine Piloten bei, die absolut top sind. Sowohl Nico Hülkenberg als auch Sergio Perez haben enormen Speed und Kampfgeist. Die Mercedes-Rakete im Heck der indischen Boliden erlaubt auch den Angriff aufs Podium, wenn die Großen Mist bauen. Bleibt zu hoffen, dass uns der Tausendsassa noch lange in der Formel 1 erhalten bleibt.
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| Toro Rosso | Das „Schwesterteam“ der Bullen ist nach Jahren des Schattendaseins endlich dabei sich sportlich abzukapseln. Franz Tost hat nun ein gutes Technikerteam aufgebaut und mit Daniil Kvyat einen Rohdiamanten im Auto. Jean-Eric Vergne hat das Pech sein Können zu selten bis zur Zielflagge zu bringen und wird Opfer der aggressiven Dosenstrategie Charisma einzukaufen. Denn mit Max Verstappen ist der nächste Mini-Schumacher schon in den Startlöchern.
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| Lotus | Im Vorjahr fuhren die Schwarz-Goldenen noch um Siege, heuer geht (fast) gar nichts. Eric Boullier und Kimi Räikkönen sind schon abgesprungen und Romain Grosjean war auch schon bereit als es plötzlich hieß, Mercedes würde 2015 die Motoren liefern. Damit wäre der Wagen wieder mit einem Schlag ein Podiumskandidat und Grosjean könnte wieder zeigen, was er draufhat. Pastor „Crashonado“ darf weiterhin Boliden zerstören, schließlich zahlen seine Sponsoren ja genug ein.
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| Marussia | Das Nachzüglerteam lebt einzig und allein vom großen Talent Jules Bianchis. Der Ferrari-Junior zeigt ein ums andere Mal, mit welchen Qualitäten er ausgestattet ist und hat auch in Monaco die einzigen WM-Punkte der Geschichte eingefahren. Allerdings ist es nur eine Frage der Zeit wann Bianchi endlich ein gutes Cockpit bekommt und was dann mit Marussia geschieht, steht in den Sternen. Max Chilton zahlt brav, manchmal auch zu spät wie in Spa, aber viel mehr hat der Brite nicht auf Lager.
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| Sauber | Bei den Schweizern hat Teamchefin Monisha Kaltenborn im Vorjahr zu viel riskiert und muss nun mit den Konsequenzen leben. Der neue Wagen ist zu schwer, zu langsam und zu defektanfällig. Adrian Sutil und Esteban Gutierrez tun ihr Bestes, aber das nützt leider bislang recht wenig. Bleibt zu hoffen, dass einem von beiden noch ein Geniestreich gelingt, denn sonst fehlen die Punkteprämien von Bernie Ecclestone im Budget und somit viel Geld für die kommende Saison. Ein Teufelskreis.
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| Caterham | Seit der Neuübernahme der “Krokodile” hat sich teamintern einiges getan. Manches ging auf, manches nicht. Der kurzfristige Einsatz von Andre Lotterer hat gezeigt, dass Marcus Ericsson nicht reif für die Fahrt mit diesem schwer zu handhabenden Wagen ist und wohl nur aufgrund seines Geldkoffers noch bleiben darf. Weitere Fortschritte sind für das Team aber nur möglich, wenn mehr Geld und ein guter Fahrer kommen. Kamui Kobayashi ist zwar Letzteres, hat aber keine Kohle und ist auch kein Entwickler. |
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