Die Formelaustria Redaktion hat für Euch die Stallduelle während der Saison 2022 analysiert – hier das Formelaustria-Jahreszeugnis
STALLDUELLE FORMEL 1 SAISON 2022
| TEAM | NOMINELLE NR. 1 | PUNKTE | NOMINELLE NR. 2 | BILANZ |
![]() |
Max Verstappen | 454:305 | Sergio Perez | Vorteil Verstappen: Der Niederländer hatte nicht nur seinen Teamkollegen, sondern auch die gesamte Konkurrenz im Griff und ritt mit dem besten Auto unterm Allerwertesten zum zweiten Titel in Folge. Nach dem Stotterstart folgte eine unglaubliche Dominanz von Max, „Checo“ zeigte eine gute erste Saisonhälfte, hatte nach der Sommerpause einen Durchhänger, fing sich aber mit dem überraschenden Sieg in Singapur wieder. Dennoch – Max ist und bleibt die Nummer 1 bei den Bullen. |
![]() |
Charles Leclerc | 308:246 | Carlos Sainz | Vorteil Leclerc: Der Ferrari F1-75 ging ab wie eine Rakete und brachte Leclerc zu Saisonbeginn in die Pole Position für den WM-Titel. Doch dann holte Red Bull auf, Ferrari machte strategische Fehler und auch die Standfestigkeit ließ zu wünschen übrig. Darunter litten sowohl der Monegasse als auch Stallkollege Sainz. Anders als 2021, zeigte Leclerc dem Spanier dieses Jahr aber, wo der Hammer hängt, demolierte ihn vor allem in den Qualifyings mit neun Poles und holte auch wesentlich mehr Rennsiege. |
![]() |
Lewis Hamilton | 240:275 | George Russell | Vorteil Russell: Bei Mercedes hat Konstanz einen Namen – George Russell. Der Brite bestätigte die Vorschusslorbeeren voll und ganz, holte seine erste Pole in Ungarn und seinen Debütsieg in Brasilien. Dazu sammelte er noch sieben Podiumsplätze. Ein für ihn extrem ungewöhnliches Jahr erlebte Superstar Hamilton, der erstmals keinen Saisonsieg holen konnte und lange Zeit weit hinterher rollte. Ab Kanada lief es jedoch besser für den Rekordweltmeister, der in Silverstone und Interlagos ganz knapp am GP-Erfolg dran war. |
![]() |
Lando Norris | 122:37 | Daniel Ricciardo | Klarer Vorteil Norris Obwohl Norris eine ähnlich gute Saison fuhr, wie schon 2021, reichte es dieses Jahr aber nur zu einem Podestplatz – P3 Imola, weil sein Dienstwagen deutlich schwächer war als dessen Vorgänger. Dennoch hatte der Brite seinen routinierteren Stallgefährten Daniel Ricciardo ganz klar im Griff. Der Aussie bekam im zweiten Jahr bei McLaren noch weniger gebacken und konnte nur beim Nachtrennen in Singapur mit P5 aufzeigen. Red Bull wird ihm guttun, um sich wieder zu fokussieren und die Weichen zu stellen |
![]() |
Valtteri Bottas | 49:6 | Guanyu Zhou | Klarer Vorteil Bottas: Dass Valtteri Rookie Zhou im Griff haben würde, daran hatte wohl niemand Zweifel. Dass der Finne aber – zumindest, wenn der Alfa lief – seinen zweiten Frühling erleben, und der von Fans und Medien im Vorfeld viel gescholtene Chinese ein so gutes Debütjahr absolvieren würde, damit hat dann wohl kaum einer gerechnet. Bis Silverstone lief es für Bottas ausgezeichnet, danach fehlten bei Alfa die Updates und die Standfestigkeit. Zhou lag von Beginn an immer um die Top 10 im Rennen und war in der Quali oft stark. |
![]() |
Fernando Alonso | 81:92 | Esteban Ocon | Unentschieden: Geht man rein nach der Statistik, dann müsste man die positivere Saisonbilanz sicher Esteban Ocon zuschreiben. Wer allerdings Rennen verfolgt hat, der weiß, wie oft Routinier Alonso stark unterwegs war, dann aber von der Technik seines Alpine F1 im Stich gelassen wurde. Ocons Highlight war dieses Jahr P4 in Japan, Fernando war mehrfach on Fire, besonders in Kanada als er seinen Renner in der Quali in Reihe 1 stellte. Neben der Standfestigkeit war auch die Strategie oft ein Problem. |
![]() |
Pierre Gasly | 23:12 | Yuki Tsunoda | Klarer Vorteil Gasly: Obwohl Pierre Gasly eigentlich eine schwächere Saison gefahren ist, und Teamkollege Yuki Tsunoda sich fahrerisch im Vergleich zum Vorjahr verbessert hat, hatte der Franzose am Ende dennoch klar die Nase vorne. Gasly holte praktisch doppelt so viele Zähler, fixierte in Baku das einzige Top 5 Ergebnis des Teams, und konnte den Absturz in der Konstrukteurswertung aber auch nicht verhindern. Wie der nun zu Alpine gewechselte Pilot offenbarte, war der AT03 um 10 bis 12 Kilo zu schwer |
![]() |
Kevin Magnussen | 25:12 | Mick Schumacher | Vorteil Magnussen: Je länger die Saison dauerte, desto näher kam Mick Schumacher seinem Teamkollegen in Sachen Speed. Aber der große Unterschied blieb, dass Magnussen seine Routine nutzte, um zu Punkten, während der Deutsche viel Schrott produzierte. Im Verlauf des Jahres rückte das Team intern wohl auch ein wenig von ihm ab, denn Schumi wurde mehrmals ein Opfer von schlechter Rennstrategie. Dennoch war die Saison für das Team an sich eine klare Steigerung gegenüber 2021. |
![]() |
Sebastian Vettel | 37:18 | Lance Stroll | Vorteil Vettel: Auch in seinem Abschiedsjahr konnte Sebastian Vettel beweisen, dass er nicht zufällig viermal Weltmeister geworden ist und zeigte mit dem oftmals miesen Aston Martin immer wieder ansprechende Ergebnisse – =6 in Baku und Suzuka. Teamkollege Stroll war meistens nicht klar schlechter, wurde in Singapur Sechster, aber kam weniger gut mit den Reifen zurecht, weswegen er öfter an den Punkten vorbeifuhr. Die Formkurve der „Grünen“ zeigte in der zweiten Saisonhälfte aber klar nach oben. |
![]() |
Alex Albon | 4:2 | Nicholas Latifi | Klarer Vorteil Albon: Auch wenn Alex Albon letztlich nur zwei Punkte mehr einfahren konnte als Stallgefährte Nicholas Latifi, lagen zwischen den Performances der beiden Welten. Während der Thailänder in den meisten Läufe immer um P10 mitfightete und auch dreimal in die Punkte reinkam, war Latifi meist klares Schlusslicht, mit Ausnahme des Rennens in Japan als er – auch begünstigt durch den Rennverlauf – noch Neunter wurde. Auch Albon Ersatz Nyck de Vries überflügelte Latifi in Monza auf Anhieb. |
Mick Schumacher freut sich besonders auf Ovalrennen
Mick Schumacher ist endgültig im US-Motorsport angekommen und freut sich besonders auf die Ovalrennen
Hill glaubt an Sensation durch Aston Martin
Damon Hill glaubt, dass das Aston Martin Aramco Formula One Team 2026 „die große Überraschung“ sein könnte und erinnert dabei an Brawn GP.









