Di Montezemolo sieht keine WM-Chance für Ferrari

Luca di Montezemolo äußerte Bedenken hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit des SF-26 gegen Mercedes.

„Nach dem Saisonstart sieht es so aus, als hätten sie ein gutes Auto, nur eben keines, das um den Titel kämpfen kann,“ so der ehemalige Ferrari Präsident zum Corriere della Sera.

„Am meisten schmerzt mich, dass sie es in den letzten zehn Jahren nie bis zum letzten Rennen geschafft haben, ohne noch im Kampf um die Fahrerweltmeisterschaft zu sein.“

„In meiner Zeit haben wir elf Titel im letzten Rennen verloren – ich erinnere mich daran wie an Schläge in die Magengrube, aber wenigstens waren wir im Rennen.“

Trotz der Herausforderungen blieb Montezemolo optimistisch hinsichtlich möglicher Verbesserungen.

„Der Abstand ist zwar alarmierend, aber die Verfolgerteams können sich noch verbessern, und es wird längere Abstände geben. Vielleicht ist es also nicht so eindeutig, wie es scheint.“

1974 wurde di Montezemolo zum Leiter der damals wenig erfolgreichen Rennsportabteilung Scuderia Ferrari befördert. Nach ersten Erfolgen mit dem Ferrari 312B3 und später mit der Ferrari-312T-Serie von Niki Lauda und Clay Regazzoni, wurde er zum Leiter aller Rennsportaktivitäten von Fiat ernannt. Mit Lauda gewann Ferrari in den Jahren 1975 und 1977 die Fahrerweltmeisterschaft und von 1975 bis 1977 dreimal den Konstrukteurstitel.

1991 machte Gianni Agnelli Montezemolo zum Vorstandsvorsitzenden von Ferrari, und auf seine Intervention hin engagierte die Scuderia Ferrari 1993 Teamchef Jean Todt, 1996 Michael Schumacher, und 1997 Ross Brawn sowie Rory Byrne. Der Rest ist F1 Geschichte.

 

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