Lewis Hamilton gewann eine Woche nach Ungarn, nun auch den Grand Prix von Deutschland und baute so die WM-Führung weiter aus
70.000 Fans warteten im Motodrom von Hockenheim auf einen Heimsieg von Mercedes-Ass Nico Rosberg, der von Startplatz 1 losfuhr. Doch bei Polesetter Rosberg lief alles schief, denn zunächst verschlief er den Start, dann kassierte er eine umstrittene 5-Sekunden-Strafe, und zu guter Letzt dehnte seine Boxencrew diese auch noch ungewollt auf 8.5 Sekunden aus. „Auch, wenn das unglaublich klingt, wir hatten in der High-Tech-Welt der Formel 1 keine Stoppuhr parat“, bekannte Teamchef Toto Wolff kleinlaut. Stattdessen gab es den 49. Karrieresieg für Stallgefährte Lewis Hamilton, der sich damit vor der Sommerpause der Formel 1 an der Spitze der WM-Wertung von Verfolger Rosberg absetzte. Der Brite hatte den Lokalmatador am Start überrumpelt und der Konkurrenz dann keine Chance mehr gelassen. Hamilton steuerte seinen Mercedes fehlerlos und ungefährdet bis ins Ziel. „Es hat vielleicht einfach ausgesehen, war es aber nicht. Das Team hat einfach einen tollen Job gemacht und ich war heute auch gut drauf. Es ist besonders schön hier vor so vielen Mercedes-Fans zu gewinnen,“ strahlte Hamilton.
Mit den Plätzen 2 und 3 durch Daniel Ricciardo bzw. Max Verstappen unterstrich Red Bull Racing, dass man hinter den Silberpfeilen die neue Nummer 2 der Hackordnung ist. „Zweimal in Serie stehe ich nun am Podium und es zeigt, dass wir absolut im Aufwind sind“, grinste Ricciardo. Noch größer war der Jubel um Verstappen, der von tausenden niederländischen Fans gefeiert wurde. „Der Start war klasse und am Anfang lief alles top. Daniels Strategie ist besser aufgegangen, aber wir sind beide am Stockerl. Also hat das Team alles richtiggemacht.“ In den vergangenen vier Rennen holten die Renndosen gemeinsam 116 Punkte, während die Roten aus Maranello nur 65 Zähler für sich verbuchen konnten. „Die Tendenz zeigt eindeutig nach oben. Wir müssen aber weiterhin hart arbeiten, denn das Duell mit Ferrari bleibt beinhart,“ warnt Red Bull Motorsportdirektor Helmut Marko vor verfrühtem Jubel. Dennoch sieht es für „Blau“ gut aus, denn von den verbleibenden neun Rennen liegen Ferrari traditionell nur drei besser als den Bullen.
Sommerzeit bedeutet auch immer „Silly Season“, also die Zeit der Vertragsverhandlungen und Spekulationen. In dieser Saison schwebt über deutlich mehr Piloten das Damokles-Schwert als in den letzten Jahren. Der erste Fahrer, den es erwischen wird, ist wohl Manor Racing Indonesier Rio Haryanto, dessen Geldkoffer leer ist. An seiner Stelle solle nach den Formel 1 Ferien Mercedes Nachwuchsmann Esteban Ocon (FRA) in den Lenker greifen. Apropos Frankreich, beim „Nationalteam“ von Renault, stehen gleich beide Fahrer auf der Abschussliste. Auch bei Sauber ist dies der Fall, ungeachtet bestehender Verträge, wie wir seit Giedo van der Garde wissen. Die Tage des unglücklich agierenden Felipe Massa bei Williams sind ebenso gezählt, wie jene von Esteban Gutierrez bei Haas F1. Jenson Button wird McLaren wohl verlassen und auch Daniil Kvyat dürfte bei Toro Rosso keinen neuen Vertrag bekommen.
FIA Hearing zu neuem Mercedes-Motor Ende Jänner
Es gibt Neuigkeiten in Sachen „Mogel-Motor“ von Mercedes!
Ex-Ferrari Ingenieur Clear: „2026 wird nicht wie 2014!“
Ehemaliger Ferrari Ingenieur sagt, 2026 wird nicht wie 2014 als die „Silberpfeile“ alles in Grund und Boden fuhren.

