Der Chef im Ring

1453410-31065121-2560-1440Lewis Hamilton hat sich ungefährdet den Sieg beim Grand Prix von China geholt und damit seine WM-Führung weiter ausgebaut

Auch wenn der britische Weltmeister am Ende aufgrund des Safety-Cars unmittelbar vor seinem Teamkollegen und Rivalen Nico Rosberg durchs Ziel gerollt ist, so war sein zweiter Saisonsieg im dritten WM-Lauf absolut souverän. „Ich denke, kein Fahrer im aktuellen Feld hat den schieren Speed, den Lewis hat. Sebastian (Vettel) ist sehr schnell auf eine Runde, und Nico auf den Longruns. Aber Lewis kann beides kombinieren und hat dazu noch das aktuell beste Auto“, so der Erklärungsversuch des Weltmeisters von 1996, Damon Hill, zur Dominanz seines Landsmanns. Der Titelverteidiger macht dort weiter, wo er im Vorjahr aufgehört hat. „Hammer-Time“ heißt das Stichwort. Der 30-Jährige war in seinem Mercedes Silberpfeil in allen drei Freien Trainings, im Qualifying und im Rennen der Schnellste, und holte sich selbstredend auch die schnellste Rennrunde. Er selbst kommentierte seinen „Grand Slam“ trocken: „Alle Sessions liefen gut und ich hatte im Auto richtig Spaß. Es ging darum, die Reifen zu schonen und sie dann auszuquetschen, wenn es nötig war. Am Schluss wäre noch etwas drin gewesen, doch dann kam das Safety-Car.“

Lewis HamiltonRosberg unter Druck

Wenig zufrieden zeigte sich Rosberg, der immer mehr zur klaren Nummer 2 mutiert. Der Deutsche musste sich über weite Strecken gegen Ferrari-Pilot Vettel verteidigen, „weil Lewis am Anfang der ersten beiden Stints immer sehr langsam war. Ich konnte nicht schneller, weil ich nicht näher ranfahren konnte um nicht in seine Dirty Air zu kommen. Dann musste ich früh an die Box um auf Sebastians Stopp zu reagieren und konnte so Lewis nicht mehr angreifen. Das ärgert mich.“ Auch wenn der Vizechampion des Vorjahres immer wieder betont „mit dem Messer zwischen den Zähnen gefahren“ zu sein und „alles gegeben“ zu haben, so wird er vom Teamkollegen klar überflügelt. Im Eck stehend, schießt er nun gegen Hamilton und so hängt der Haussegen bei Benz trotz des Doppelsieges schief. „Eine Taktik, bei der der Führende den Zweitplatzierten zurückhält und Vettel überlässt, ist das Beste für den Führenden, aber nicht für das Team.“ Mercedes-Sportchef Toto Wolff wird also wieder als Kindermädchen einschreiten müssen.

image3.img.640.mediumMcLaren kommt voran

Obwohl die Ränge 12 und 14 nicht nach einem guten Ergebnis für den Traditionsrennstall aussehen, war das Rennen in Shanghai dennoch ein Schritt nach vorne für das neue Duo McLaren & Honda. Beides Autos im Ziel, mehr Runden in einem Rennen als in der gesamten Pre-Season abgespult, und von der Pace des hinteren Mittelfelds nicht allzu weit weg. Dementsprechend zufrieden zeigte sich Teamchef Eric Boullier lobt das Honda-Aggregat: „Es ist ein positives Zeichen, dass wir ohne Probleme durch das Rennen kamen. Wir sollten Honda dazu gratulieren. Natürlich sind wir noch nicht in der Lage um Punkte zu kämpfen und müssen uns noch weiter steigern.“ Auch beide Fahrer – Jenson Button und Fernando Alonso – sind sich einig: „Wir sind glücklich mit den Fortschritten in sämtlichen Bereichen. Antrieb, Aerodynamik und Zuverlässigkeit sind stark verbessert. Diese ersten Rennen sind ein Test für uns und in Barcelona, wo wir weitere Updates bekommen, können wir vielleicht schon um einen WM-Punkt mitfighten.“

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