Nach der Schlappe in Singapur feierte Mercedes beim Japan GP einen Doppelsieg und unterstrich damit, dass das Nachtrennen ein einmaliger Ausrutscher war
Bereits nach den freien Trainings war klar, dass der Sieg in Suzuka nur über die Silberpfeile laufen würde. Plötzlich war sie wieder da, die Überlegenheit, die Lewis Hamilton und Nico Rosberg bislang ausgestrahlt hatten, und die beim Nightrace in Singapur plötzlich weg war. Rosberg holte die Pole vor Hamilton, aber der Brite schlug im Rennen zurück und siegte souverän, zum 41. Mal in seiner Karriere, womit er mit seinem Idol Ayrton Senna gleichzog. „Ich konnte mich am Start gegen Nico durchsetzen und danach das Rennen kontrollieren. Gleich viele Siege wie Ayrton zu haben ist großartig. Aber wir müssen auch an Jules Bianchi denken, der hier im Vorjahr seinen schlimmen Unfall hatte“, zeigte der Brite Größe. Rosberg hatte bereits am Start seine wohl letzte Chance auf den WM-Titel verloren: „Ich bin schlecht weggekommen und Lewis war dann neben mir. Er war in Kurve 2 innen und hielt seine Linie. Ich wollte dagegenhalten, musste aber dann nachgeben, damit wir nicht kollidieren.“
Das Duell um den letzten Podiumsplatz entschied Sebastian Vettel für sich, der aber nicht vollends zufrieden war. „Ich konnte am Start an Nico (Rosberg) vorbeiziehen und gab alles um vorne zu bleiben. Gegen Lewis (Hamilton) hatte ich keine Chance, er war einfach zu schnell, aber vor Nico wollte ich bleiben. Leider ging es sich beim Boxenstopp dann ganz knapp nicht aus.“ Sein Ferrari-Stallgefährte Kimi Räikkönen reihte sich dahinter ein und unterstrich damit, dass die Roten die Nummer 2 in der Hackordnung sind. „Wir hatten mit Ferrari eigentlich erst 2016 gerechnet, aber sie sind jetzt schon viel näher dran als wir erwartet hatten. Sie sind fast auf Augenhöhe, in manchen Rennen sogar vor uns. Also ist mit ihnen immer zu rechnen, auch wieder beim nächsten Grand Prix in Sotschi“, verriert Mercedes Teamboss Toto Wolff.
„Die fahren an mir vorbei als hätte ich einen GP2 Wagen. Das ist echt peinlich und sehr frustrierend“, schimpfte Fernando Alonso über seinen McLaren-Honda in den Boxenfunk. Der Spanier wurde in Anbetracht seines lahmen Bolidens guter Elfter, war aber damit alles andere als glücklich. „Der Nachteil, den wir PS-mäßig haben, fühlt sich wie eine andere Kategorie an. Auf der Geraden schaue ich in den Spiegel um den Wagen hinter mir zu suchen und dann sehe ich ihn schon an mir vorbeiziehen. Immerhin waren beide McLaren im Ziel und wir sollten viele Daten bekommen. Für nächste Saison müssen wir viele Dinge an der Power Unit verändern“, so der Doppelweltmeister. Die erste Überraschung für kommende Saison hatte bereits Teamchef Ron Dennis in der Tasche, denn er sagte, dass Jenson Button auch 2016 für McLaren fährt. Er bestätigte, dass man die Option zur Vertragsauflösung nicht wahrnehmen wird.
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