Danner: „Einstoppstrategie war Verzweiflungsaktion.“

Formel-1-Experte Christian Danner war am Montag zu Gast bei Sport und Talk aus dem Hangar-7. Dabei nimmt er zu Weltmeister Max Verstappen und den Schwierigkeiten von Mercedes Stellung.

„Das ist natürlich eine Katastrophe, was wir da mitverfolgen dürfen. Nicht nur Hamiltons Standpunkt, dass er sich einen abfährt und nirgends ankommt, sondern auch was das Team angeht. Und mit einem Teamchef, der auch nicht mehr so richtig weiß, was er sagen soll. Er ärgert sich schon. Auf der anderen Seite sagt er aber, wir waren ganz gut in Suzuka.“, analysiert der Münchner.

„Als ich den Toto nach dem Suzuka-Rennen gehört habe, da habe ich mich gefragt, ob er vielleicht einen andern GP geschaut hat.“, wundert sich Danner. „Man muss die Wirklichkeit einfach mal sehen. Ferrari hat sich schon nach vorne entwickelt.“

„Was macht man, wenn man ein Auto hat, das sich schwer fahren lässt und nicht sehr schnell ist? Dann macht man eine Strategie, die manchmal ein Schmarren ist. Warum? Weil man hofft und versucht, einen Lucky Punch zu setzen. Genau das hat Ferrari im Vorjahr gemacht.“, erklärt der ehemalige F1-Pilot. „Da hat man sie dann in die Pfanne gehauen und gesagt, sie wissen nicht, was sie machen. Sie haben es aber ganz genau gewusst. Aber nach einer Runde auf Ein-Stopp-Strategie zu setzen und noch dazu mit harten Reifen, das war eine Verzweiflungsaktion und das sind Dinge, die zeigen, wie desolat es ausschaut.“

Einen potenziellen Wechsel von Max Verstappen zu Mercedes hält Danner für wenig wahrscheinlich. „Der Toto hat schon ganz klar gesagt, dass er ihn will. Aber was soll er machen. Was ihm fehlt, ist der Niki Lauda. Er hätte ihn da durchgeführt. Toto hat ein Aero-Team, auf das er sich verlassen muss. Man sieht sehr schön, die wirklich wichtigen Dinge werden vom Prinzipal koordiniert. Aber gemacht werden die Autos nicht vom Prinzipal. Fahren muss dann der Fahrer. Da kann ein Christian Horner managen was er will, das Auto geht. Bei Toto ist das im Moment das Problem, und seine Fahrer sagen selbst, dass sie „lost“ sind.“

Posted in ,