Corinna´s Corner – Bahrain GP

Formelaustria Markenbotschafterin Corinna Kamper macht für uns zum Formel-1-Saisonauftakt in Bahrain in ihrer neuen Kolumne einen Blick hinter die Kulissen

Der Auftakt zur Formel-1-Saison in Bahrain erwies sich für die Fans als vertrautes Déjà-vu, da die überwältigende Dominanz von Red Bull erneut im Mittelpunkt stand. Trotz der Vorhersehbarkeit aufgrund der anhaltenden Exzellenz des österreichischen Rennstalls verdient Red Bull zweifellos Anerkennung. Seit nahezu zwei Jahren präsentiert sich das gesamte Team in fehlerfreier Form, während Max Verstappen Rennen um Rennen beherrscht. Der „Maxfactor“ war einmal mehr präsent, und es ist unbestreitbar, dass der Niederländer erneut eine perfekte Leistung zeigte.

Sergio Perez, in der Vergangenheit oft im Mittelpunkt der Kritik, unterstrich erneut seine Fähigkeiten beim Saisonauftakt. Die Diskussion um seine Rolle als Nummer 2 im Team wirft die Frage auf, wer diese Position ebenso kompetent ausfüllen könnte. Es scheint, als sei Perez sich vollständig im Klaren darüber, dass er Verstappen den Rang nicht ablaufen kann oder soll Kritiker bemängeln oft, dass er keine Bedrohung für Max darstellt und klar hinter ihm herfährt. Aber ist das nicht ohnehin das Beste für das Team? Intern gibt es keine Spannungen, und Perez sicherte letzte Saison Platz 2 in der Weltmeisterschaft. Für Red Bull könnte es also kaum besser laufen.

Fred Vasseur schaut auf das vergangene Wochenende mit gemischten Gefühlen zurück. Die Reduktion des Rückstands von 50 auf 20 Sekunden gegenüber Red Bull im Vergleich zum Vorjahr ist bemerkenswert, trotz Zuverlässigkeitsproblemen, einem klassischen Ferrari-Phänomen. Das teaminterne Duell zwischen Carlos Sainz und Charles Leclerc wurde durch verschiedene Faktoren beeinflusst, darunter ein Bremssystem Defekt am Wagen von Leclerc, der Sainz den dritten Platz ermöglichte. Die Frage nach Sainz‘ Leistungsfähigkeit steht im Raum: Einerseits kann er befreiter fahren, da es sein letztes Jahr für die Scuderia ist; andererseits muss er sich beweisen, um sich einen Sitz für nächste Saison zu sichern.

Das teaminterne Duell bei den Racing Bulls endete kontrovers, als Yuki Tsunoda sich den Anweisungen des Teams lange widersetzte. Dieses Verhalten wurde von vielen als unreif und kindisch betrachtet. Tsunoda, als Wackelkandidat für eine Vertragsverlängerung, muss sich aber auch beweisen. Daniel Ricciardo wiederum hat das begehrte Cockpit von Perez im Visier und muss zeigen, dass er die Herausforderung meistern kann.

Die Enttäuschung des Rennens war zweifellos Alpine, das als das schwächste Team im Feld hervorstach. Bereits während der Testtage zeigten sich Probleme, aber der letzte Platz war kaum vorhersehbar. Nach dem Rennen trennte sich das Team umgehend vom Technikchef und dem Leiter der Aerodynamik-Abteilung.

Trotzdem war die Langlebigkeit der Autos beim Saisonauftakt bemerkenswert, da alle Fahrzeuge das Ziel erreichten. Ein ungewöhnliches Ereignis, das zeigt, dass die Technik in der Formel 1 heutzutage auf einem extrem hohen Niveau ist.

Mein Fahrer des Rennens war Stake F1 Team Pilot Zhou Guanyu, der von P17 startete und sich beinahe in die Punkteränge vorkämpfte. Ein beeindruckender Beweis für seine konstante Leistung in einem Feld voller Herausforderungen.

Insgesamt bot der Saisonauftakt in Bahrain Spannung und Dramatik, auch wenn Max Verstappen weiterhin die „Pole Position“ in der Formel 1 innehat

Bis zum nächsten Mal,

Eure Corinna

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