Auch das Team von Caterham befindet sich in intensiven Vorbereitungen auf den Grand Prix von China. Diese Rennstrecke hat die längste Gerade aller Strecken im Formel 1-Kalender und stellt daher die Motorenhersteller vor eine sehr große Herausforderung…
Hohe Belastung für den Motorblock
Cedrik Staudohar, leitender Renault-Renningenieur, sieht die Belastung der Antriebseinheit in Shanghai als sehr hoch an. Die Strecke verfügt mit einer Geraden von 1,3 Kilometern über die längste aller zu fahrenden Kurse. „Der Motor (ICE) wird fast 20 Sekunden lang auf dem Maximum gedreht, das ist rund ein Fünftel der erwarteten Rundenzeit“, erklärt der Franzose. „Hier die Top-Geschwindigkeit zu erreichen, wird überaus wichtig sein. Die ICE und die kinetische Einheit werden dafür extrem belastet““, so Staudohar weiter.
Die Energiegewinnung durch die Abwärme (MGU-H) wird auf der Geraden sehr hoch sein, jedoch steht die Effizienz dieses Teils durch die harten Bremsmanöver an beiden Enden der Geraden im Zentrum. Je besser dies funktioniert, desto höher ist die Chance, ein Turboloch an beiden Punkten zu vermeiden. „Diese lange Gerade und die wiederum sehr langsamen, scharfen Kurven machen die Strecke in Shanghai zur fast schwierigsten im ersten Teil der Rennsaison“, sieht Staudohar eine große Herausforderung auf die Teams zukommen.
Schwierige Wetterbedingungen
Staudohar sieht auch die Wetterbedingungen in China als einen signifikanten Punkt. „Wir erleben hier eine breite Palette von Veränderungen“, meint der Franzose. „Wir haben alles, von sehr kalt im morgendlichen Freitagstraining bis zur Hitze zum Rennzeitpunkt. Die Temperaturschwankungen verändern die Strecke und auch den Treibstoffverbauch der Autos“, erzählt er weiter. „ Wenn nun auch noch freitags Regen erwartet wird, haben die Boliden weniger Grip, aber immer noch dasselbe Drehmoment. Da wird es in den Kurven rund gehen.“
Kobayashi erwartet große Herausforderung
Kamui Kobayashi freut sich auf das letzte Überseerennen im Frühjahr und hat positive Erinnerungen an das Qualifying von 2012. Damals erreichte er auf seinem Sauber mit Platz drei seine bis dahin beste Startposition. Im Rennen selbst verlor er viel an Boden und kam als Zehnter ins Ziel.
„Ich weiß, dass wir heuer nicht so weit vorne starten werden wie damals, aber ich hoffe, dass es zumindest im Rennen besser läuft“, gibt sich der Japaner optimistisch. „Das Hauptaugenmerk liegt auf der Balance des Autos, da wir einerseits die langen Hochgeschwindigkeits-Geraden haben, andererseits langsame, scharfe Kurven. Renault muss hier vor allem am Energiemanagement arbeiten, damit unsere Stärken bestmöglich zum Tragen kommen. Auf die speziellen Windverhältnisse müssen wir auch noch aufpassen.“ Neue Teile sollen Caterham ebenfalls voran bringen.
Neuland für Ericsson
Marcus Ericsson fährt das erste Mal auf dem Kurs in Shanghai. Dies ist ebenfalls ein Teil seines Lernprozesses in der Königsklasse des Motorsports, nur entsprechend viele Rennkilometer helfen ihm, sich weiter zu entwickeln. Sein Fokus liegt auf den Reifen. „Ich werde speziell am Reifenmanagement arbeiten, das ist für einen Formel 1-Rookie einer der wichtigsten Punkte, seine Perfomance entscheidend verbessern zu können“, erklärt der junge Schwede.
Ericsson hat 2008 und 2009 in der britischen und japanischen Formel 3 bereits an den Rennen in Macau teilgenommen und erinnert sich gerne daran. „Ich habe die Wochen zwischen Australien und Malaysia heuer in Macau verbracht, denn auch mein Trainer Alex lebt hier“, erzählt der Schwede. „China ist ein tolles Land und es ist ein Privileg, hier Formel 1-Rennen fahren zu dürfen. Ich hoffe, dass ich eine gute Performance hinlege und mit einem positiven Gefühl nach Europa fliege“, gibt sich der Rookie optimistisch.
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