Capito: „George hat das Potenzial zum Weltmeister!“

Jost Capito, Teamchef und CEO von Williams Racing, war im „AvD Motor & Sport Magazin“ auf SPORT1 zu Gast und hat sich zur Zukunft von George Russell geäußert, dessen Teamkollegen Nicholas Lafiti gelobt, und auch Mick Schumachers Saison analysiert

Jost Capito über …

… George Russell: „Es ist nicht sicher, ob Russell wirklich zu Mercedes geht. Ich kann mit niemandem konkrete Gespräche führen, wenn George noch nicht weg ist. Ich will natürlich, dass er bleibt. Auf der anderen Seite werde ich ihm keine Steine in den Weg legen. Er hat das Potential, Weltmeister zu werden. Ich werde ihn da voll unterstützen. Unsere Fahrer sind die begehrtesten im Fahrerlager. Mein Handy klingelt täglich. Wir müssen sehen, wie es sich entwickelt. Wir haben aber gute Möglichkeiten, neue Fahrer zu bekommen. Im Moment ist alles offen.”

… Russels Teamkollege Lafiti: „Wir sind sehr zufrieden mit ihm. Er hat sich in diesem Jahr sehr verbessert. In diesem Jahr hat er sogar mehr Punkte als George.“

… Nico Hülkenberg als möglichen Russel-Nachfolger: „Wenn ich sage, dass ich mit allen gesprochen habe, die keinen Vertrag haben, aber gerne einen hätten, muss ich keinen Namen nennen.“

… Mick Schumacher: „Er macht einen tollen Job. Er macht das sehr überlegt. Er arbeitet gut mit dem Team, macht einen Schritt nach dem anderen, und es geht Stück für Stück nach vorne. Er ist in der Garage neben uns, daher kann ich das gut verfolgen. Mick hat ein Riesen-Potential und wird ganz bestimmt auch seinen Weg machen.“

… die bisherigen Leistungen bei Williams: „Zu Beginn der Saison wären wir über den elften Platz froh gewesen. Als wir zuletzt nur auf Rang elf standen, waren wir enttäuscht. Das ist für mich ein gutes Zeichen. Wenn wir fertig damit sind, das neue Team zusammengebaut zu haben, kommt es darauf an, wie das neue Auto sein wird. Wir sind noch nicht in der Lage, ein Top-Auto zu bauen, aber wir arbeiten daran. Wir wollen unsere Infrastruktur auch weiter ausbauen, denn aktuell sind wir zumindest in der Lage, ein Mittelfeld-Auto zu liefern.”

… der 2021er Wagen: „In diesem Jahr war es schwierig mit dem Auto. Gemäß Reglement darf man nicht viel ändern. Wir haben sehr wenig geändert. Wir konzentrieren uns voll aufs nächste Jahr. Alle bauen ein komplett neues Auto. Wichtig ist, dass man in diesem Jahr das Team so aufstellt, dass man am Ende der Saison ein System hat, in dem alles funktioniert. Ich bin überrascht, was alles möglich ist, ohne am Auto selbst zu arbeiten. Das Entwicklungsteam und das Einsatzteam waren zwei unterschiedliche Firmen. Das funktioniert nicht, weswegen wir es zusammengeführt haben. Und nun haben wir eine gemeinsame technische Leitung.”

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