FIA-Präsidentschaftskandidatin Villars kommt als Key Note Speaker zur Formelaustria Race Academy Gala nach Wien
Laura Villars trat abseits ihrer aktiven Motorsport-Laufbahn bei der Präsidentenwahl des Automobil-Weltverbands 2025 an und ging wegen Ungereimtheiten vor Gericht. Nun kommt sie zur Formelaustria Race Academy Gala und berichtet uns aus erster Hand.
Die Schweizer Rennfahrerin gab erst 2023 ihr internationales Debüt in der Ultimate Cup Series Formel 3 Series, wo sie auf Anhieb Gesamtfünfte wurde. 2024 startete Villars im damals neuen Saudi Arabian F4 Championship, kämpfte dort unter anderen gegen Oscar Wurz, und schloss die Saison mit sechs Top 10 Ergebnissen in 15 Rennen ab. Nach einem kurzen Gastspiel in der Ferrari Challenge Europe, wechselte sie für die Saison 2025 in die Ligier European Endurance Series im Rahmen des Road To Le Mans Karriereprogramms.
Für Schlagzeilen sorgte Villars, als sie bei der FIA-Präsidentschaftswahl 2025 als eine der Gegenkandidaten von Amtsinhaber Mohammed Ben Sulyaem antrat. Nachdem kein anderer Kandidat – Villars eingeschlossen – aufgrund der Besonderheit der FIA-Wahlregeln letztlich gegen Ben Sulayem in den Ring steigen konnte, reichte die 28-Jährige eine viel beachtete Klage ein.
In der Klageschrift forderte die studierte Business Managerin ein Pariser Gericht auf, die für den 12. Dezember 2025 angesetzte FIA-Präsidentschaftswahl bis zu einer Entscheidung in diesem Streitfall auszusetzen. Auch wenn das Gericht urteilte, dass die Klage zuerst geprüft werden müsse, und die Wahl daher stattfinden konnte, ist für den 16. Februar 2026 eine Hauptverhandlung angesetzt.
Laut den geltenden Regeln muss jeder Präsidentschaftskandidat eine Liste seiner potenziellen Vizepräsidenten für Sport aus den FIA-Regionalverbänden sowie eine Liste der Kandidaten für den Motorsport-Weltrat einreichen. Dabei darf jeder Vertreter nur einmal auf einer Liste stehen. Für Südamerika gibt es mit Fabiana Ecclestone aber nur eine Vertreterin und sie bestätigte, unter Ben Sulayem arbeiten zu wollen. Damit konnte kein anderer Präsidentschaftskandidat jemanden für diese Region vorweisen und so die Anforderungen erfüllen. Villars sowie ihre Mitbewerber Tim Mayer und Virginie Philipott mussten so schon vor der Wahl in Taschkent aufgeben.
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