ServusTV F1 Experte und Ex-Mercedes-AMG Petronas F1 Team Ingenieur Philipp Brändle ließ mit Aussagen über Lewis Hamilton vor allem im britischen Blätterwald aufhorchen.
Brändle, der als Aerodynamikingenieur bei Mercedes mit Hamilton zusammengearbeitet hat, glaubt, dass der Rekordweltmeister aufblüht, wenn er eine Chance auf den Sieg hat, sich aber „ein bisschen gehen lässt“, wenn das Auto nicht konkurrenzfähig ist.
Im Gespräch mit deutschen Medien sagte der Vorarlberger: „Was ihn immer charakterisiert, sowohl positiv als auch negativ, ist, dass er 200 Prozent fahren kann, wenn er weiß, dass er eine Chance hat, etwas zu gewinnen. Dann fährt er, glaube ich, so gut wie kein anderer.“
„Aber wenn er das Gefühl hat, dass das Auto nicht gut läuft, dass er irgendwie keine Chance hat, das Rennen zu gewinnen, dann lässt er sich leider ein bisschen gehen, was schade ist.“
Brändle ist überzeugt, dass Hamilton kein großer Datenanalyst ist oder moderne Technologien nützt, wie etwa Nico Rosberg oder sein jetziger Teamkollege George Russell. Er würde dies aber mit seinem natürlichen Gespür für das Auto wettmachen.
„Was Lewis auszeichnet, ist einfach sein unglaubliches Gespür für das Auto. Ich würde sagen, dass er in Bezug auf die Daten und die Technologie vielleicht nicht so ausgereift ist, wie ein Nico Rosberg oder jetzt ein George Russell.“
„Aber er hat ein unglaubliches Gespür für das Auto, genau wie es Michael Schumacher damals nachgesagt wurde. Er spürt das Auto wie kein anderer, also wenn es sich anfühlt, als wäre bei 320 Stundenkilometern irgendwo eine Schraube locker, spürt er das von Anfang an.“
Ganz besonders käme Hamilton diese Qualität in Sachen Reifenmanagement zugute. „Er kann Dinge einfach brutal gut einschätzen. Er ist auch ein Reifenflüsterer, er spürt die Reifen wie kein Zweiter, und kann sie auch sensationell gut managen. Dafür gibt es unzählige Beispiele.“
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