Ferrari hat die FIA aufgefordert klarzustellen, wie weit Formel-1-Teams ihre Konzepte im Sinne des von Mercedes eingeführten Spiegeldesigns modifizieren dürfen
Das Mercedes F1 Team hat bei den Preseason-Testfahrten in Bahrain eine revolutionäre Version der Rückspiegel und besonders von deren Halterung am Fahrzeug präsentiert, die auf den ersten Blick nicht regelkonform erschien. Grund dafür ist, dass die Spiegel mehrere Teile enthalten, denen durchaus eine aerodynamische Funktion zugeschrieben werden könnte, was aber laut dem jüngsten Reglement für die Saison 2022 verboten ist. Da die FIA nun in einer außertourlichen Sitzung der Technikkommission das Konzept dennoch für legal erklärt und Mercedes erlaubt hat, die Spiegel so beim Bahrain GP einzusetzen, fordert Ferrari-Teamchef Mattia Binotto dringend eine genauere Definition im Regelwerk. Dabei erinnert er an die gegenteilige Entscheidung aus dem Jahr 2018 als die „Roten“ ein bahnbrechendes Konzept hatten, das aber im Laufe der Saison verboten wurde.
Der Ferrari Boss sagte, die Situation sei ähnlich wie bei seinem Team im Jahr 2018, als es aus Gründen der Aerodynamik Spiegel auf den Halo montierte, die jedoch nach einigen Rennen – nach einer FIA-Intervention – entfernt werden mussten. „Niemand stellt die Legalität der Lösungen von Mercedes in Frage. Aber 2018 haben wir Spiegel montiert, die mit dem Halo verbunden waren, eine Lösung, die regelkonform war. Zwei Rennen später zwang uns jedoch eine neue technische Richtlinie der FIA, sie zu entfernen, da sie einen „nicht zufälligen aerodynamischen Einfluss“ gehabt hätten,“ verweist Binotto.
Dementsprechend fordert der Italiener nun von der FIA eine wesentlich präzisere Formulierung. „Die FIA hat die Befugnis zur Klärung, und mehr als Einsprüche erwarte ich Aufklärung. Die FIA hat immer unterstrichen, dass die Halterung nur eine strukturelle Funktion haben darf, und aerodynamischer Einfluss darf nur ‚zufällig‘ sein. Es gibt also keinen Grund das von der FIA betonte Prinzip zu ändern.“
In Bezug auf die Halterung der Spiegel selbst meinte Binotto: „Die FIA hat in der Vergangenheit technische Anweisungen gesendet, die das Grundkonzept unterstreichen. Ich glaube, dass bestimmte Lösungen, die an diesen Autos zu sehen sind, keinen zufälligen Einfluss, sondern einen klaren aerodynamischen Zweck haben. Also glaube ich, dass sie im Widerspruch zu dem stehen, was die FIA in der Vergangenheit angegeben hat.“
„Es wird keine einfach Diskussion, denn wir haben zehn Teams, die Formel 1 und die FIA, also zwölf Ansichten. Und natürlich wird jedes Team versuchen, Wasser auf seine eigenen Mühle zu leiten. Die Diskussion hat bereits begonnen, aber ich weiß noch nicht, welche Entscheidungen getroffen werden“, so der Teamchef weiter.
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