Binders Devise für Portimao: „Druck, aber keine Fehler machen“

Beim Saisonfinale der European Le Mans Series in Portimão möchte Rene Binder noch einmal positive Impulse in Hinblick auf seine Zukunft im Langstreckensport setzen

Was kann man von Eurem DUQUEINE Team beim Finale in Portugal erwarten?

Der zweite Platz in Spa hat unserer Mannschaft viel Auftrieb gegeben. Ob es gleich noch einmal für ein Podium reicht, bleibt abzuwarten. Wir gehen jedenfalls voll motiviert in dieses letzte Saisonwochenende.

WRT (Robert Kubica, Louis Deletraz & Yifei Ye) war in dieser ELMS-Saison das Maß der Dinge, aber Ihr habt den Rückstand stetig verringern können…

Fakt ist, wir können vom reinen Speed her nicht ganz mithalten und arbeiten daher auf eine möglichst gute Renn-Balance hin. Gewisse Teams werden in Hinblick auf die neue LMDh Klasse bereits von großen Autoherstellern unterstützt, wodurch sie nicht nur mehr Budget, sondern auch technische Unterstützung erhalten, z.B. bei der Weiterentwicklung der Stoßdämpfer. Aber, dass Geld die Motorsportwelt regiert, ist im Prinzip ja nichts Neues.

Welche Perspektiven hat DUQUEINE in der neue Topliga auf der Langstrecke?

Wir wissen nur, dass Gilles Duqueine und sein Team Manager, Max Favard, absolut offen in diese Richtung sind. Es ist ein sehr gutes, solides Team, das mit den entsprechenden Ressourcen sicherlich in der ersten Liga mitspielen kann. Immerhin steht hinter dem Team ein großes Technologieunternehmen. Ich möchte beim Finale noch einmal eine Topleistung abliefern und mich damit für 2022 in eine noch bessere Position bringen. Wir werden hier in Portugal ein paar wichtige Gespräche führen.

Dein Marktwert hat sich 2021 bereits deutlich erhöht, was sicher nicht nur mit dem Titelgewinn in der Asian Le Mans Series zu tun hat…

Ja, das stimmt, und hat vor allem damit zu tun, dass mir bei DUQUEINE gleich von Anfang großes Vertrauen geschenkt wurde und dass ich dort stark in die Fahrzeugabstimmung miteingebunden bin. Ich muss hier neben unserem Renningenieur, Greg Wheeler, auch meine Teamkollegen (Tristan Gommendy & Memo Rojas) positiv hervorheben, die trotz ihrer großen Erfolge absolut am Boden geblieben sind. Ich denke, wir sind drei echte Teamplayer und die absolut offene Zusammenarbeit mit diesen zwei Routiniers, hat mich als Fahrer noch einmal auf ein höheres Level gebracht. Eines war natürlich auch kein Nachteil für mich, dass Yifei Ye und Ferdi Habsburg, mit denen ich in der ALMS ein siegreiches Trio gebildet habe, sowohl in der ELMS, als auch in Le Mans ganz vorne gelandet sind.

Kann das DUQUEINE Team im letzten Rennen von 5 noch in die Top-3 vorstoßen?

Das lässt sich relativ einfach ausrechnen. Zwischen dem zweitplatzierten G-Drive mit der Startnummer 26 und uns liegen nur 12 Punkte. Wir werden also versuchen, weiterhin Druck, aber keine Fehler zu machen. Das ist unsere Devise für dieses Wochenende.

Posted in ,