Berger: „Kein Österreicher empfiehlt sich aktuell für die Formel 1“

Gerhard Berger sieht „aktuell keinen Österreicher auch nur in der Nähe der Formel 1“ und klagt über zu wenig „Patriotismus“

Vor 25 Jahren gewann der Tiroler den Deutschland GP in Hockenheim. Es war sein letzter GP-Sieg, der letzte für Benetton F1, und auch der bislang letzte für einen Österreicher.

Bergers fünfjähriger Sohn fährt Kart, wird allerdings nicht den Support bekommen, den andere Rennfahrersöhne erhielten.

„Ich gebe ihm gerne meine Leidenschaft fürs Ski- oder Kartfahren mit. Aber so wie der Verstappen-Papa alles für die Karriere vom Buben zu tun, das geht sich bei mir schon wegen meiner geschäftlichen Verpflichtungen nicht aus,“ erklärt der DTM Boss im Gespräch mit oe24.at

Der ehemalige Ferrari Star stimmt Landsmann Helmut Marko zu, dass ein rot-weiß-roter F1 Pilot nicht in Sicht ist.

„Helmut hat recht: Es gibt momentan niemanden aus Österreich, der sich für die Formel 1 empfehlen würde. Aber bei seinem 150-Prozent-Engagement für Red Bull hat Helmut auch keine Zeit, sich darum auch noch zu kümmern. Da würden wir uns mehr Patriotismus wünschen.“

„Ohne Helmut wären wir alle nicht in der Formel 1 gelandet: Wendlinger, Gartner, ich …“, so Berger weiter.

Der mittlerweile 62-Jährige will sich weiter auf seinen Job in Deutschland konzentrieren: „Im Gegensatz zur Formel 1 haben wir in der DTM vier Österreicher, die um den Sieg fahren können. Und mit Mirko Bortolotti führt sogar ein Wahl-­Österreicher in der Gesamtwertung.“

Für kommende Saison würde er sich Sebastian Vettel als Neuzugang für seine Serie wünschen. „Das wäre ein Traum, aber ich fürchte, er rettet jetzt lieber Bienen.“

 

Posted in ,