Barrichello: „Musste schon beim ersten Rennen vom Gas gehen“

Rubens Barrichello war einer der erfolgreichsten Formel 1 Piloten der Geschichte. Die meisten Fans haben den sympathischen Brasilianer aber als „Wasserträger“ von Michael Schumacher in Erinnerung.

Nun gab „Rubino“ zu, dass ihm schon bei seinem allerersten Rennen für Ferrari gesagt wurde, er solle hinter Schumacher bleiben.

Barrichello kam 2000 zur Scuderia Ferrari HP, wo Schumacher die klare Nummer 1 war. Er blieb lange an der Seite des Rekordweltmeisters, bevor er 2006 zu Honda wechselte.

Für den heute 52-Jährigen ist zwar klar, dass Schumacher der bessere Fahrer war, aber angesichts der damaligen Teamsituation bei Ferrari „werden wir nie wissen, um wie viel.“

Er räumte jedoch ein, dass ihm bei seinem Ferrari-Debüt in Melbourne im Jahr 2000 zum ersten Mal gesagt wurde, er solle hinter Schumacher bleiben, als er die schnellste Runde in einem Doppelsieg der Scuderia fuhr.

„Die Zeit außerhalb des Autos war die härteste Zeit, weil alle auf Dich einreden, Dir sagen, was Du tun darfst und was nicht. Aber jedes Mal, wenn ich im Auto saß, hatte ich das Vergnügen und die Dankbarkeit, ein wirklich gutes Auto zu fahren, und das hat sich ausgezahlt,“ erinnerte sich Barrichello im Podcast Beyond the Grid

„Bei meinem ersten Grand Prix für Ferrari in Australien, war ich Zweiter. Aber ich kam in diesem Rennen immer näher an Michael heran, als ich zum ersten Mal im Funk hörte, ich müsse die Drehzahl runterfahren.“

Anders als oft kolportiert wurde, versuchte der elffache Grand Prix Sieger sich zu wehren: „Ich verbrachte oft eine Stunde mit Ross (Brawn) und Jean Todt und sagte: ‚Seht, das sollte nicht so gemacht werden, und das, und das, und das.“

Barrichello erachtete die Situation immer wieder als unfair und weiß für sich selbst, dass er deutlich näher an „Schumi“ dran war, als viele glauben.

„War Schumacher besser als ich? Ich denke schon. Aber 51:49 Prozent? Oder 70:30? Ich weiß es nicht und wir werden es nie erfahren, denn das Team ließ uns nicht frei fahren.“

 

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