Fernando Alonso feierte in Kanada seinen 300. Grand Prix, ins Ziel schaffte er es aufgrund eines Problems mit dem Auto leider nicht. Am Rande seiner Jubiläumsfeierlichkeiten sprach er über seinen bevorstehenden Le Mans-Start und darüber, wie sich die Formel 1 aus seiner Sicht geändert hat.
Alonso hat 2018 einen straffen Zeitplan, unter anderem wird er bei den 24h von Le Mans antreten und hat dort Großes vor. „Ganz ehrlich“, sagte der Spanier, „ich fahre mit McLaren ja nicht um die WM. Deshalb ist Le Mans für mich die große Priorität in diesem Jahr.“ Beim legendären Rennen in Le Mans sieht Alonso am kommenden Wochenende seinem Debüt entgegen und der Gedanke daran elektrisiert ihn.
Der 36-jährige will die Triple Crown des Motorsports gewinnen, Triumphe beim Grand Prix von Monaco, in Le Mans und bei den Indy 500, wo er schon im vergangenen Jahr debütierte. Nur der Brite Graham Hill hat dies bislang geschafft.
Doch irgendwie hadert der zweimalige Weltmeister auch mit der derzeitigen Königsklasse. Zwölf Jahre liegt sein letzter Titelgewinn zurück, fünf Jahre sein letzter Sieg. Seit seinem Wechsel von Ferrari zu McLaren hat Alonso kein gutes Auto mehr. In Montreal stellte er seinen Boliden wegen technischer Probleme mal wieder vorzeitig ab.
„Die Formel 1 ist eben eine Konstrukteurs-WM“, sagt er, „keine Fahrer-WM.“ Hier könne er nicht zeigen, wozu er im Stande ist, alles sei zu vorhersehbar geworden: „Es gibt 21 Rennen im Jahr, und wir alle wissen, was passieren wird.“
Diese Aussagen lassen darauf schließen, dass der Spanier mit Frust kämpft, was die F1 angeht, denn so ausgeglichen wie momentan war die F1 an der Spitze schon lange nicht mehr. Mit Ferrari, Mercedes und Red Bull liegen drei Teams annähernd auf Augenhöhe, der Sieger ist keineswegs vorhersehbar.
Eine ganz andere Ausgangslage erwartet Alonso übrigens bei den 24h von Le Mans. Dort wird das Toyota-Werksteam des Spaniers am kommenden Wochenende das einzige mit realistischen Siegchancen sein. Nach dem Rückzug von Porsche kann sich kein anderes das komplexe Hybridsystem leisten. Auch hier kann der Fahrer also kaum einen Unterschied machen. Aber Alonso sitzt eben im richtigen Auto.
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