Alonso gleichzeitig begeistert und besorgt

Die kommende Saison wird für Fernando Alonso sehr wichtig sein. Nach drei katastrophal erfolglosen Jahren will man endlich wieder Spitzenergebnisse einfahren.

McLaren auf dem Prüfstand

Der neue McLaren in Papaya-Orange soll die vergangenen Jahre vergessen machen, doch in Woking weiß man, dass man sich mit dem neuen Renault-Aggregat erst beweisen muss. „Wenn ich auf das Auto schaue, freue ich mich unheimlich – gleichzeitig bin ich auch besorgt. Ich weiß, wie wichtig dieses Auto für das Team ist und hoffe einfach, dass es das leistet, was wir uns alle erhoffen.“, erzählt der Spanier im Rahmen der Fahrzeugpräsentation. Dennoch ist Alonso davon überzeugt, dass man sich in der kommenden Saison nach vorne arbeiten kann: „Wenn wir die Stärken des letztjährigen Chassis weiterentwickeln und sie mit einer verbesserten Power-Unit von Renault verbinden können, dann werden wir einen Schritt nach vorne machen können, denke ich.“

Allerdings weiß das Team auch, dass der Weg bis ganz nach vorne ein weiter ist. Rennleiter Eric Boullier sieht hier die Top-Drei Red Bull, Mercedes und Ferrari klar im Vorteil: „Wir machen uns nichts vor: Es wird schwierig sein, in die Vorherrschaft an der Spitze einzudringen.“ Doch auch das Mittelfeld ist mit kapitalkräftigen und erfahrenen Teams ausgestattet. Mit dem Honda-Motor in der vergangenen Saison konnte McLaren nur Sauber hinter sich lassen, obwohl man immer betont hat, dass das Chassis des McLaren Boliden es mit den Besten aufnehmen könnte. Das muss das Team in dieser Saison unter Beweis stellen, da auch Red Bull mit demselben Aggregat ausgerüstet ist und sie es unter die Top-Drei geschafft haben.

Man muss aber auch bedenken, dass dem McLaren Team nicht viel Zeit für die Entwicklung blieb, da die Entscheidung mit Renault-Aggregaten zu fahren sehr spät fiel. „Die Design.-, Ingenieurs- und Aerodynamik-Abteilungen haben einen unglaublichen Job gemacht, in einem extra kurzen Zeitrahmen ein neues Auto mit einer neuen Power-Unit zu liefern. Wir sind nie den einfachen Weg gegangen und haben bei einer Lösung oder einem Prozess nie nach einer Abkürzung gesucht.“, versichert Boullier.

Alonso motiviert

„Herausgekommen ist ein Auto, das ordentlich und gut gelöst wurde. Wir stellen uns der kommenden Herausforderung demütig, aber wir fühlen uns gut vorbereitet, haben ein solides Paket, auf dem wir während der Saison aufbauen können, und wir haben zwei exzellente Fahrer, die im Rennen den Unterschied machen werden.“, erklärt Boullier weiter. Die Blicke werden in der kommenden Saison vor allem auf Fernando Alonso liegen, der sich in der kommenden Saison auch anderen Rennen widmen wird. Der Spanier wird in der Langstrecken-WM für Toyota an den Start gehen und daher wird sein Terminkalender ein wenig voller sein, als der seines Teamkollegen. Bereits im Jänner nahm Alonso am 24 Stunden Rennen in Daytona teil. „Für mich fühlte sich der Winter etwas kürzer als normal an. Ich möchte einfach loslegen.“, gibt sich Alonso motiviert. McLaren wird heute auch noch die ersten Meter mit dem neuen MCL33 fahren und einen Filmtag einlegen.

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