Alonso fordert besseres Nachwuchsprogramm

Formel 1 Nachwuchstalente haben heutzutage wenige Chancen, Erfahrungen zu sammeln. Deshalb fordert Fernando Alonso mehr Testfahrten für die Anwärter.

Oliver Bearman ist ein Paradebeispiel dafür, dass auch unerfahrenere Talente beim Formel-1-Debüt abliefern können. Erst letztes Jahr drehte der 18-jährige Brite seine ersten Formel 1 Runden beim Ferrari-Kundenteam Haas.

Wie auch Bearman, der zur Ferrari Driver Academy und damit zum Nachwuchskader des ältesten GP-Rennstalls der Welt gehört, werden in den Förderungsprogrammen anderer Teams ebenfalls junge Talente auf die Königsklasse vorbereitet. Ohne diese Junioren-Teams hat man es als Rennfahrer jedoch schwer Erfahrungen in der Formel 1 zu sammeln.

Die Budget-Obergrenze verstärkte dieses Problem noch mehr. Auch wenn ein Nachwuchspilot ausgewählt wurde, bekommt er nur selten die Chance auf der Strecke zu sein.

„Es wäre gut, wenn es mehr Testmöglichkeiten geben würde, und einige der großen Teams können es sich auch leisten, ein Förderprogramm mit Privattests in einem alten Auto für Formel-2-Piloten umzusetzen.“, erklärt der Spanier.

„Aber selbst das ist keine gründliche Vorbereitung oder ein echter Test. Aber so läuft es derzeit nun einmal in diesem Sport, und wir haben auch so viele Rennwochenenden, die wir bestreiten. Damit sind die Teams schon ausgelastet, sowohl mit Blick auf den Budgetdeckel als auch auf die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter, die für die 24 Rennen im Einsatz sind.“, so Alonso weiter.

„Selbst die Wintertestfahrten sind sehr kurz, wenn du einen Rookie ins Auto setzt, bleiben ihm genau eineinhalb Testtage, bevor die Saison beginnt. Gut möglich, dass dies den einen oder anderen Teamchef davon abhält, junge Fahrer einzusetzen. Es gibt einige Dinge, die noch nicht so gut laufen, und manchmal erheben wir Fahrer unsere Stimmen. Ich hoffe, dass diese auch gehört werden.“, appelliert der Aston Martin Star an die Teams.

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