Cyril Abiteboul, ehemals Renault F1 Team Boss, hat sich bei Franceinfo zum Entlassungsdrama beim Alpine F1 Team zu Wort gemeldet.
„Die Art und Weise, wie zahlreiche Schlüsselpersonen des Teams nun gefeuert wurden, spiegelt die Unzufriedenheit mit den Ergebnissen und höchstwahrscheinlich einen Geduldsverlust seitens des Führungsgremiums der Renault-Gruppe wider.“, so Abiteboul.
Ein wesentlicher Grund für den tiefen Fall der Franzosen sei laut Abiteboul „die Arroganz oder Selbstüberschätzung, die man zu Beginn der Saison hatte. Wenn man sich nicht mit der Realität auseinandersetzt, kann man sich nach einer Weile Geschichten erzählen.“
Der 45-Jährige sieht die schlechte Performance nur als „Symptom nach außen. Die Rundenzeiten können manchmal gut oder sogar sehr gut sein, und manchmal eben nicht so gut. Diese Schwankungen betrafen heuer aber – mit Ausnahme von Red Bull – alle Teams. Bei Alpine war es der Umstand, dass man aus den schlechten Situationen nicht herauskam, ganz im Gegenteil, sie legten immer noch eine Stufe darunter.“
Auch wenn es nicht immer Schuld des Teams selbst gewesen sei, so Abiteboul, „haben sie so viele Punkte verloren und liegen nun in der Konstrukteurswertung auf Platz 6, weit entfernt von den angekündigten Zielen.“
Der aktuelle Hyundai Motorsport Chef kritisiert, dass „Teams wie McLaren oder Ferrari sich seit Saisonbeginn gesteigert haben. Alpine hat diese Karte nicht gezogen, um aus der Sackgasse zu kommen.“
Bei seinem Amtsantritt hatte der nun entlassene Ex-CEO Laurent Rossi angekündigt, nach 100 Rennen um den Titel kämpfen zu wollen. „Ich habe diese Ansage schon damals nicht verstanden. Wenn Du einen solchen Plan präsentierst, liegst Du mit Sicherheit falsch, weil Du nicht kontrollieren kannst, was die anderen in der Formel 1 tun. Das neue Management, das nach meinem Weggang fünfzehn Personen entlassen hatte, wollte einen kompletten Neustart. Aber sie haben die Dynamik in der Formel 1 unterschätzt. Wenn man 15 Leute verliert und neue einstellt, dauert es zwei bis drei Jahre, bis das Wirkung zeigt.“
„Die Investitionen wurden getätigt, die Mittel, die Ambition der Gruppe, die Geschäftsstrategie mit der Marke Alpine … Es ist alles da. Wenn ein Team alles hat, braucht es jemanden, der es führt. Die Stärke des Einzelnen, der 1.000 Menschen leiten kann, ist sehr einigend.“
Für Abiteboul ist das bei Mercedes Hamilton, bei Red Bull Verstappen, oder bei Aston Martin Alonso. „Es muss einen Fahrer geben, der auch gewissermaßen der Teamchef ist, diese Inkarnationsstärke ist von grundlegender Bedeutung. Heute ist die Startaufstellung sehr hart umkämpft, alle Autos kommen in der gleichen Runde ins Ziel. Bald wird es nahezu Waffengleichheit geben, und was den Unterschied ausmachen wird, sind Ehrgeiz und Entschlossenheit.“
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