Heute wäre Jochen Rindt, Österreichs erster Formel 1 Weltmeister, 80 Jahre alt geworden. Formelaustria.at erinnert auf eine etwas andere Weise an den „ersten Popstar der Königsklasse“
Über den F1 Champion von 1970, der in Monza tödlich verunglückte, wurde schon alles gesagt, fast alles geschrieben, und im TV gezeigt. Daher wollen wir zu seinem Ehrentag seine Wegbegleiter und berufene Bewunderer sprechen lassen. Hier die besten Zitate über den Lotus-Star, der auch von Enzo Ferrari verehrt wurde.
Nina Rindt (Witwe): „Ich wusste natürlich, dass er der erste große Rennfahrer war. Ich weiß aber nicht, ob er das alles so wahrgenommen hat. Der Ruhm war nicht der Grund, warum Jochen Rennen gefahren ist. Er mochte einfach die Geschwindigkeit.“
Jackie Stewart (bester Rennfahrerfreund) „Jochen war einer der interessantesten Fahrer der Welt. Die Art zu fahren, die er zu Beginn seiner Karriere pflegte, bot zahllose Möglichkeiten für faszinierende Aufnahmen eines Rennwagens am absoluten Limit“
Joakim Bonnier (Rennfahrerkollege und damaliger Chef der GPDA) „Jochen war ein großartiger Fahrer und er bewegte die Massen. Für uns war Jochen schon vor dem Finale der Weltmeister.“
John Cooper (Cooper Teamchef): „Jochen war der Ayrton Senna der späten 1960er-Jahre: Er war der Schnellste von allen. Und er hat immer attackiert“
Colin Chapman (Lotus Teamchef) „Jochen hat es mir sehr schwer gemacht, ihn kennenzulernen, ich habe fast ein Jahr gebraucht. Aber als ich ihn kannte, entdeckte ich, dass er ein Herz aus Gold hatte. Er ist sehr, sehr unverblümt, aber aufrichtig und ehrlich. Das habe ich gelernt zu respektieren.“
Peter Peter (Freund und Rennfahrer): „Jochen hat mit seiner Ausstrahlung die Motorsport-Welt in Österreich bewegt. Da sind wir alle mitgeschwommen und haben profitiert. Er hat mir am Nürburgring die Ideallinie gezeigt und ich bin dann Langstrecken-Weltmeister geworden. Jochen hatte enormen Grundspeed und war ein Klassenbester als Fahrer, das war unbestritten.“
Helmut Marko (engster Jugendfreund und Rennfahrer): „Jochen war einer, der in der ersten Runde sofort am absoluten Limit fahren konnte. Das war einfach dieses Können und diese unglaubliche Fahrzeugkontrolle. Das war nichts, was mit Risiko zu tun hat, sondern war einfach eine Gabe, in jeder Situation das Auto am absoluten Limit bewegen zu können. Er ist auch mit seinem ganzen Auftreten herausgeragt aus der Masse.“
Jacky Ickx (Rennfahrerfreund und WM-Rivale 1970): „Jochen war sehr menschlich und sehr offen. Wir haben sehr viel Zeit verbracht und er erklärte mir viel. Ich habe viele Rennen gewonnen, wenn auch nicht die Weltmeisterschaft. Trotzdem bin ich einer der glücklichsten Menschen der Welt, denn Jochen war in diesem Jahr der Champion. Er hatte bis Monza einen guten Lauf. Er war einfach der Beste.“
Bernie Ecclestone (enger Freund und später Formel-1-Boss) „Ohne Jochen wäre ich wahrscheinlich nicht hier. Er hat mein Leben stark beeinflusst. Er war ein unglaublicher Mensch und Rennfahrer.“
Niki Lauda (Österreichs Tripleweltmeister) „Es hat mich immer gerissen, wenn ich Fotos vom Jochen gesehen hab. Er hat immer dreing’schaut wie einer, der was ist.“
Fritz Enzinger (Rindt-Groupie und späterer Porsche Motorsport-Boss): „Rindt war für mich die Initialzündung. Ich habe mir 1970 geschworen, ich muss etwas mit Motorsport machen. Beim Begräbnis habe ich mich in die erste Reihe geschmuggelt. Ich werde nie vergessen, als die Fahrer die Kränze trugen – Leute wie Graham Hill oder Jackie Stewart.“
Heinz Prüller (F1 Kommentatorlegende): „Ich glaube, dass ohne den Jochen in Österreich sehr wenig passiert wäre. Rindt war einer der Allergrößten.“
Dietrich Mateschitz (Red Bull Eigner und steirischer Landsmann): „Ich kann bis heute genau die Meter auf der Straße von Kapfenberg nach Wartberg sagen, wo ich im Auto gefahren bin, als im Radio die Meldung von Rindts Unfall kam.“
Gerhard Berger (Ex-Ferrari, McLaren und Benetton Star): „Der Jochen ist eigentlich der Großvater des großen österreichischen Motorsports. Wenn ich mir Fotos von ihm ansehe, beeindrucken mich sein Charisma und sein unglaublicher Grundspeed. Jochen ist zu meinem Idol geworden, und er ist genauso, wie ich mir einen Rennfahrer vorstelle. Er war einfach ein unglaublicher Typ.“
Sebastian Vettel (vierfacher F1 Champion): „Rindt war der James Dean der Formel 1. Er soll etwas ganz Besonderes gewesen sein. Einer der schnellsten Fahrer aller Zeiten, mit unglaublichem Naturtalent.“
Die Fotos stammen von der Jochen Rindt Ausstellung. HM
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