Vettel wehrt sich gegen F1-Kritk

Beim Großen Preis von Montreal herrschte wieder einmal gähnende Langeweile. Viele stellen sich daher die Frage, ob die Formel 1 zu langweilig ist. Sebastian Vettel stellt sich jedoch der Kritik entgegen.

Wie schon beim Großen Preis von Monaco gab es auch in Kanada nicht viel Rennaction zu sehen. Vorwürfe, die Königsklasse entwickelt sich zur „Formel Langeweile“ machen sich breit, doch Ferrari-Pilot Sebastian Vettel hält dagegen: „Ich weiß nicht, warum die Menschen so kurzsichtig sind. Wir hatten in diesem Jahr sieben Rennen. Ich glaube, manche waren phänomenal, manche langweilig.“ Das Wechselspiel hält der Heppenheimer durchaus für normal und er sieht darin kein Problem. „Bald fängt die Fußball-Weltmeisterschaft an. Ich verspreche Euch, dass man viele Spiele sehen wird, die nicht besonders aufregend sind – aber die Leute werden es sich trotzdem ansehen. Andere Spiele werden dagegen unglaublich.“, untermauert Vettel seine Aussage gegenüber den Journalisten.

Zahlen lügen nicht

„Wir machen unseren Job im Auto. Wenn wir gegeneinander Racen können, machen wir das natürlich. Gleichzeitig ist es aber auch unser Job, eben das zu verhindern. Verschwinden, vorne bleiben und nicht überholt werden.“, setzt der Ferrari-Pilot nach. Auch die Zahlen geben dem Deutschen recht. In den ersten sieben Rennen konnten sich bereits drei verschiedene Teams über einen Sieg freuen, dies war zuletzt 2013 der Fall. Und auch in der Fahrerwertung bleibt es spannend, denn die ersten vier Piloten liegen nur 37 Punkte auseinander.

Bottas pflichtet bei – Alonso kritisch

Unterstützung für Vettel kommt aus dem konkurrierenden Lager, auch Valtteri Bottas findet die Königsklasse alles andere als langweilig: „Es ist nicht so, dass uns zu irgendeinem Zeitpunkt langweilig im Auto wird. Es gibt immer etwas zu tun, wir müssen immer zu 100 Prozent konzentriert sein.“

Der McLaren-Pilot Fernando Alonso sieht die Angelegenheit ein wenig kritischer als seine Kollegen. „Die Formel 1 ist eben eine Konstrukteurs-WM, keine Fahrer WM. Es gibt 21 Rennen im Jahr und wir alle wissen was passieren wird.“, meint der Spanier.