trotz erneuter Williams-Nullrunde: Lowe zufrieden mit China-GP

Dem Traditionsrennstall gelang es auch beim 3. Lauf der Saison nicht, sich die ersten WM-Punkte zu schnappen. Stroll und Sirotkin belegten am Ende die Positionen 14 und 15 mit knapp einer Minute Rückstand auf Sieger Ricciardo. Trotz allem zeigt sich Paddy Lowe zufrieden: “Wir waren heute im Rennen, was man in Bahrain nicht behaupten konnte.”

guter Start von Stroll

Wie schon in Bahrain lieferte Stroll auch in Schanghai einen Raketenstart. “Ich habe wie in Bahrain sechs Positionen am Start gewonnen”, lächelt der Kanadier. Doch von da an war Schluss mit seinem Drang nach Vorne: “Wir hatten kein Glück mit dem Safety-Car. Die Jungs, die auf zwei Stopps gepolt waren, haben einen Stopp geschenkt bekommen. Schade.”

Dabei glaubt Stroll, dass Platz elf möglich gewesen wäre: “Die Force Indias waren heute schlagbar, die hätten wir knacken können.” Obwohl er zugibt: “Nicht vom Tempo her, aber wegen des guten Starts und des Rennverlaufs. Wir haben alles rausgeholt.”

Lowe: ‘verlassen China mit besserem Gefühl’

Technikchef Paddy Lowe zieht nach dem Rennen folgende Bilanz: “Es ist fantastisch, beide Autos auf den Positionen 14 und 15 ins Ziel zu bringen. Wir waren heute im Rennen, was man in Bahrain nicht behaupten konnte”, erklärt er seine positive Haltung. “Insofern verlassen wir China mit einem viel besseren Gefühl für alle Beteiligten. Jetzt haben wir etwas, worauf wir in den nächsten zwei Wochen aufbauen können. Wir waren schneller als Sauber. Und durch die gute Strategie haben wir beide Toro Rossos und den Haas von Grosjean hinter uns gelassen.”

Dabei ist allerdings anzumerken, dass sich die beiden Toro Rossos bei ihrer Kollision beinahe selbst aus dem Rennen befördert hätten. Und Romain Grosjean fiel nur so weit zurück, weil er einen zusätzlichen Stopp einlegen musste.

Sirotkin: ‘Insgesamt war es schwierig’

Sergey Sirotkin erklärt, wo bei ihm die Probleme lagen: “Ich kam einfach nicht auf Tempo. Es war schwierig, die Reifen ins Temperaturfenster zu bringen. Damit tat ich mich im ersten Stint sehr schwer. Wenn ich dann mal ein paar Runden freie Fahrt hatte, stabilisierte es sich ein wenig, aber insgesamt war es schwierig.”

“Dann holte ich mir einen neuen Satz Mediums ab, und als das Safety-Car kam, wechselte ich auf Soft. Ich habe keine Ahnung, was mit dem Soft los war, aber der hatte noch weniger Grip als der Medium. Das hat viel Boden gekostet. Von da an haben wir nur noch geschaut, irgendwie ins Ziel zu kommen”, erklärt der 22-jährige Russe.