Stewards lösen erneut Debatte aus

Haas Teamchef Günther Steiner stellt erneut die Stewards in Frage und findet die Strafe gegen seinen Fahrer Romain Grosjean überraschend.

Grosjean entschuldigt sich

Schon in der ersten Runde gerieten Romain Grosjean im Haas und Esteban Ocon im Force India in Kurve 7 aneinander. Die beiden drehten sich von der Strecke und Ocon musste folglich das Rennen beenden. Grosjean war es möglich das Rennen wiederaufzunehmen, doch er wurde von den Stewards als Schuldiger ausgemacht und sogleich mit einer 10 Sekunden Strafe belegt und zusätzlich bekam er zwei Strafpunkte auf seine Lizenz. Diese Entscheidung versetzte den Teamchef Günther Steiner in Aufruhr. Er selbst ist über das Urteil überrascht, so hat doch Lance Stroll beim Qualifying in den USA nur einen Strafpunkt erhalten, als er damals Grosjean behindert hatte. Er findet, dass die Urteile der Stewards immer mehr im Widerspruch stehen und es werde von Mal zu Mal schlimmer. „Ich bin über das Urteil überrascht. Es ändert nicht unser Ergebnis hier, da wir ohnehin schon mit dem Rennen abgeschlossen hatten und wir es nur mehr als Testsession betrachtet haben. Meiner Meinung nach hat er für einen Rennvorfall zwei Punkte bekommen und dabei hat Stroll nur einen Strafpunkt bekommen, obwohl die Geschwindigkeitsdifferenz 140km/h betrug, und das war sehr gefährlich. Es wird nicht besser und umso mehr ich es erwähne, umso schlimmer wird es.“, beschwert sich Steiner nach dem Rennen. Grosjean, der nach dem Unfall als 15. das Rennen beendete, entschuldigte sich nach dem Rennen, obwohl ihm nicht ganz klar war, wieso er eine Strafe bekommen hatte. In einem Video, das er im sozialen Netz postete, sagte er folgendes: „Nicht das Rennen das wir uns erhofft hatten. Ich entschuldige mich für die Berührung mit Esteban, ich wurde hinten berührt, ich glaube ich hatte davon eine Panne und so habe ich das Auto verloren und er war auf der Außenseite. Für mich ist es ein Rennunfall und ich tue mir schwer die Strafe zu verstehen, die sehr streng ist. Es ist, was es ist und wir müssen weitermachen.“

Stewards widersprüchlich

Aber das ist nicht das erste Mal, das Grosjean eine Strafe von den Stewards bekommen hatte. Beim GP in Mexiko erhielt er eine Strafe für das Abkürzen einer Kurve. Diese Entscheidung veranlasste Steiner das Gespräch mit Charlie Whiting zu suchen und auch den Vorschlag zu machen permanente Stewards zu installieren um etwaige Wiedersprüche vorzubeugen. Laut Steiner, habe sich an der Steward Situation seit Mexiko nichts geändert. Der Vorfall mit Grosjean und Ocon war an diesem Wochenende nicht der einzige, denn auch Kevin Magnussen, Daniel Ricciardo und Stoffel Vandoorne waren in einen Vorfall in Kurve 1 verwickelt. Doch in diesem Fall entschieden die Stewards, dass keiner der Fahrer die Schuld an diesem Unfall trage. Steiner äußerte sich auch zu dieser Entscheidung: „Keine weiteren Handlungen gegen Kevin. Ok, also kann ich mich nicht über das beschweren. Und das ist meiner Meinung nach die richtige Entscheidung, und so soll es auch sein. Es war ein Rennunfall. Kurve 1, was soll er da machen? Alle vorbeilassen? Es ist sehr ähnlich zum Sebastian Vettel/Max Verstappen Vorfall in Singapur, als Vettel Räikkönen auf der linken Seite nicht gesehen hatte. Es passiert. So einfach ist das für mich.“