McLaren-Probleme – Boullier bleibt gelassen

McLaren kam beim Wintertest in Barcelona nicht richtig in die Gänge, immer wieder hatte das Team aus Woking mit Problemen zu kämpfen. McLaren-Chef Eric Boullier bleibt dennoch gelassen und macht sich keine großen Sorgen.

Der neue McLaren-Renault kam bei der Generalprobe für die Saison 2018 auf 2.788 Testkilometer. Zum Vergleich: Toro Rosso konnte mit dem bisher wenig standhaften Honda-Aggregat über 1.000 Kilometer mehr abspulen.

“Wir hatten kleine Problemchen”, sagt Teamchef Eric Boullier. “Da lag daran, dass wir nicht zu hundert Prozent vorbereitet waren. Unser Zeitplan war sehr eng, außerdem gab es einige Verzögerungen. Es wird bald ganz bestimmt alles ganz normal laufen.”

McLaren geht bei der Integration des Renault-Motors einen anderen Weg als das Werksteam der Franzosen und als Red Bull. Was vor allem die Kühlung betrifft, McLaren hatte immer wieder mit einem Hitzestau unter der Motorabdeckung zu kämpfen.

Das Team versuchte die zu hohen Temperaturen im Aggregat-Umfeld mit zusätzlichen Schlitzen in der Abdeckung in den Griff zu bekommen. “Wir mussten bezüglich der Kühlung einige Versuche unternehmen. Nun haben wir sie angepasst. Es läuft”, meint der Franzose. Stoffel Vandoorne hatte am Donnerstag tatsächlich problemlos fahren können, aber am Freitag stand Fernando Alonso mit dem orangen Renner wieder still.

Bis zum Saisonauftakt in Melbourne werde man auch die letzten Kleinigkeiten aussortiert haben, ist man bei McLaren optimistisch. “Aber zu 100 Prozent sicher kann man dennoch nicht sein. Wenn man bei den Tests wenig fährt, ist das Risiko eine Defekts im Rennen höher. Unsere kleinen Probleme waren alle unterschiedlicher Natur. Nun werden die Autos für Australien neu aufgebaut. Das sollte helfen, alle Dinge in den Griff zu bekommen”, so Boullier.