Haas F1 Team: “Bitte keine Triple Header mehr!”

Haas-Chef Günther Steiner hat die F1-Verantwortlichen dazu aufgefordert, die Vorteile, die drei aufeinanderfolgende Rennen mit sich bringen würden, abzuwägen und findet, solche “Triple Header” sollten in Zukunft vermieden werden.

Die Formel 1 hat ihren allerersten Triple Header über die Bühne gebracht, nie zuvor gab es drei Rennen an gleich drei aufeinanderfolgenden Wochenenden. Beginn war der Große Preis von Frankreich, eine Woche danach fand man sich in Österreich ein und den Abschluss stellte schließlich Großbritannien dar.

Während Haas-Teamchef Günther Steiner sich einerseits freute, dass das Team die Herausforderung erfolgreich gemeistert hatte, war er gleichzeitig auch besorgt über die Auswirkungen auf die Personalressourcen in seinem Team.

Folglich wünscht er sich, dass die F1 nun den Wert von drei aufeinanderfolgenden Rennwochenenden misst, bevor man sich entschließt, auch künftig wieder einen Triple Header in den Rennkalender einzubauen.

“Wir sollten versuchen, dies zu vermeiden”, sagte Steiner in Silverstone. “Nicht nur weil es eine enorme Herausforderung für die Teams darstellt, man muss auch bewerten, wie viel sich die Fans davon ansehen, womöglich gibt es einen Sättigungsfaktor und niemand sieht sich am dritten Sonntag infolge noch ein Rennen an.”

“Wir müssen uns auch die Zahlen nach diesen drei Wochen ansehen, damit man beurteilen kann, ob so etwas gut oder schlecht für die Formel 1 ist. Wir müssen aufpassen, dass wir es nicht übertreiben. Wir können alles machen, wir können vier oder fünf Rennen hintereinander machen, aber wollen wir das wirklich tun? Lohnt es sich?,” führt Steiner weiter aus.

Der Teamchef räumte ein, dass die Intensität der Arbeit das Team von Rennen zu Rennen stark belastete, war aber beeindruckt, wie sie darauf reagierten. “Manchmal möchten die Leute nach Hause gehen und ihre Familie sehen, aber man muss weiterarbeiten. Es gibt einige Leute, denen das egal ist, aber ich denke, dass die meisten Menschen eine Familie haben und dann ist so etwas natürlich schon belastend.”