Balsam für’s Image – Verstappens starke Vorstellung in Kanada

Mit einem fehlerfreien Wochenende sind die Aktien von Red-Bull-Pilot Max Verstappen wieder gestiegen – nachdem er zuletzt viel Kritik einstecken musste, dürfte diese starke Vorstellung wohl Balsam für die Seele des jungen Niederländers gewesen sein.

In dieser Form, fehlerfrei und mit seinem gewohnten Speed, ist Verstappen ohne Zweifel eine heiße Aktie in der Königsklasse. Selbst wenn in der anstehenden “Silly Season” Teamkollege Ricciardo der Dreh- und Angelpunkt sein dürfte, gibt es auch um Verstappens Zukunft immer wieder Spekulationen.

Lange galt er als Wunschkandidat von Mercedes-Teamchef Toto Wolff, ehe er Ende der vergangenen Saison seinen Red-Bull-Vertrag bis einschließlich 2020 verlängerte. Doch mit gerade mal 20 Jahren stehen dem dreimaligen Grand-Prix-Sieger noch viele Türen offen in der Formel 1.

Im Rahmen des Kanada-GP wurde Verstappen von einem Journalisten gefragt, ob er sich auch eine Zukunft als Nachfolger von Kimi Räikkönen bei Ferrari vorstellen könne. Nach kurzem Zögern musste der Niederländer erst mal nachhaken, wie alt Kimi überhaupt sei: “37, 38? Der könnte ja mein Papa sein”, scherzte er über den Routinier aus Finnland, der 2001 sein Debüt in der F1 gab. Damals war der kleine Max gerade knapp über drei Jahre alt.

“Ich weiß es nicht, das muss die Zeit zeigen”, sagte er über ein mögliches Ferrari-Cockpit. “Ich habe einen Vertrag bei Red Bull und bin hier momentan sehr glücklich. Wir haben ein tolles Auto und ich warte darauf, dass wir mit unserem Paket an jedem Wochenende um Siege fahren können.”

“In Monaco hätte ich sicher mit niemandem tauschen wollen, da hatten wir das beste Auto”, sagte der Red-Bull-Pilot, fügte aber hinzu, dass solche Entscheidungen immer schwierig seien.

Umso besser, dass er sie derzeit nicht treffen müsse. Verstappens Schlusswort zum Thema: “Ferrari ist eine spezielle Marke. Aber ich bin ja erst 20, wenn Kimi also 37 oder 38 ist, dann habe ich noch immer 17 oder 18 Jahre vor mir, um etwas in die Richtung zu machen.”