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Die Noten der Piloten: Baku GP

Fahrerbenotung GP Aserbaidschan

 

Daniel Ricciardo 1 Der Aussie war in Runde 6 mit einem Platten schon aussichtslos zurück und kämpfte sich dann im Durcheinander zum Sieg
Valtteri Bottas 2 Der Finne war nach seinem Fahrfehler und Crash gegen Räikkönen Letzter, schnappte sich auf den letzten Metern aber noch P2
Lance Stroll 1 Der kanadische Rookie fightete wie ein Löwe und sicherte sich mit einer sensationellen Fahrt den letzten Stockerlplatz des Tages
Sebastian Vettel 4 Fahrerisch absolut top, hätte Vettel ohne die absolut verdiente, aber sogar zu milde Strafe, sicher um den Sieg kämpfen können
Lewis Hamilton 3 Seine Aktion beim Restart war nicht einwandfrei, seine Vorstellung im Rennen großartig, der Rückfall durch den Headrest-Tausch Pech
Esteban Ocon 3 Der Franzose rempelte Teamkollege Perez unnötig aus dem Rennen und vergab seine Podestchance, fahrerisch aber wieder stark
Kevin Magnussen 1 Kevin war mit dem Haas F1 stark unterwegs und lag sogar auf Stockerlkurs, am Ende gab’s zur Belohnung fette Punkte
Carlos Sainz 1 Trotz des alten Ferrari-Motors im Heck konnte sich der Spanier sich und seinem Team wichtige Meisterschaftspunkte sichern
Fernando Alonso 2 Ein aufregendes Rennen für den spanischen Doppelchampion, der als Neunter die ersten WM-Zähler des Jahres einfahren konnte
Pascal Wehrlein 1 Der Mercedes-Junior blieb trotz des Trubels unter der Woche ruhig und holte sich im harten Infight gegen den Stallkollegen einen Punkt
Marcus Ericsson 2 Saubers angebliche Nummer 1 verlor das Duell gegen Teamkollege Wehrlein, wurde aber guter Elfter mit dem lahmen Dienstwagen
Stoffel Vandoorne 2 Vandoorne machte als einer der Wenigen keine Fehler, aber war nicht stark genug um für McLaren noch mehr Zähler zu holen
Romain Grosjean 3 Romain hatte, wie fast immer, das gesamte Wochenende über mit den Bremsen zu kämpfen und rollte nur mehr ins Ziel
Kimi Räikkönen 2 Der „Iceman“ schleppte sich nach mehreren Kollisionen mit der Roten Göttin noch um den Kurs, aber vergebens
Sergio Perez 2 Nach 37 Zielankünften in Serie musste „Checo“ seinen Wagen nach dem Abschuss durch den Stallgefährten mit kaputtem Sitz abstellen
Felipe Massa 2 Der Brasilianer lag nach den Restarts gut im Rennen und hatte sogar die Chance auf den Sieg, doch dann brach die Aufhängung
Nico Hülkenberg 3 „Hülk“ schlich sich wieder heimlich, still und leise im Tumult nach vorne, verschenkte dann aber gute Punkte mit einem Crash
Max Verstappen 1 Max war zurecht „mad“, denn er zeigte wieder eine Topvorstellung, doch nach wenigen Runden ging sein Motor wieder einmal hoch
Daniil Kwjat 2 Großes Pech für den Russen, der gut unterwegs war, aber von der Technik seines Toro Rosso im Stich gelassen wurde
Jolyon Palmer 0 Der Pechvogel des Wochenendes kam nur wenige Runden und dann gab auch sein Ersatzaggregat leider den Geist auf

 

Die Noten der Piloten: Kanada GP

Fahrerbenotung Grand Prix von Kanada

 

Lewis Hamilton 1 Eine fehlerfreie Fahrt von Hamilton, der das Rennen von A bis Z dominierte und sich seinen sechsten Sieg in Montreal holte
Valtteri Bottas 2 Der Finne lieferte den perfekten Job einer Nummer 2 ab und verhalf den Silbernen so zum ersten Doppelsieg der Saison
Daniel Ricciardo 1 Danny machte im unterlegenen Red Bull keinen Fehler und fuhr die Renndose mit den harten Softreifen aufs Stockerl
Sebastian Vettel 2 Der WM-Leder versemmelte den Start, ramponierte sich dabei den Frontflügel, kam aber Dank Topaufholjagd noch auf P4
Sergio Perez 2 „Checo“ holte wieder wichtige Punkte, verhielt sich aber weder mannschaftsdienlich noch fair gegenüber Kollege Ocon
Esteban Ocon 1 Der Franzose war diesmal enorm schnell und hätte eigentlich am langsameren Teamkollegen vorbeigelassen werden sollen
Kimi Räikkönen 2 Der „Iceman“ war gut unterwegs und hatte noch Chancen aufs Podium, ehe der Bordcomputer ihn zum Verzweifeln brachte
Nico Hülkenberg 1 „Hülk“ fuhr stark, quetschte wieder alles aus seinem gelb-schwarzen Dienstwagen raus und belohnte sich mit Punkten
Lance Stroll 1 Der viel gescholtene Kanadier holte ausgerechnet beim Heimspiel seine ersten WM-Punkte, als zweitjüngster Pilot ever
Romain Grosjean 3 Mit einem kampbetonten Auftritt sicherte sich der Franzose den letzten Punkt, schoss aber vorher Sainz am Start ab
Jolyon Palmer 2 Der unter Druck stehende Brite zeigte ein gutes Rennen, verpasste die Punkte aber knapp und war wieder hinter „Hülk“
Kevin Magnussen 4 Wie sich der Däne phasenweise im Zweikampf auf der Strecke verhält, geht im Crash-Car, aber nicht in der Formel 1
Marcus Ericsson 3 Obwohl der Schwede von den Punkten meilenweit weg war, konnte der „Paydriver“ seinen Kollegen klar distanzieren
Stoffel Vandoorne 4 Auch wenn der McLaren natürlich eine Katastrophe ist, sollte der Belgier doch nicht so weit hinter Alonso hinterher hinken
Pascal Wehrlein 5 Der Deutsche fuhr zwar mit, rollte aber im Schneckentempo um den Kurs und wurde verdient abgeschlagener Letzter
Fernando Alonso 1 Der Doppelweltmeister zeigte ein ganz starkes Rennen, aber fast schon erwartungsgemäß ging der Honda-Motor ein
Daniil Kvyat 2 Fahrerisch ein gutes Rennen des Russen, allerdings war ansonsten alles verkorkst mit Strafen und dem Defekt
Max Verstappen 0 Nach einem Raketenstart lag „Mad Max“ sensationell auf P2 bis sein Renault-Aggregat wenig später den Geist aufgab
Carlos Sainz jr. 0 Der junge Spanier zog vor Grosjeans Nase hinüber, der Franzose rammte ihn und torpedierte ihn in Massa hinein
Felipe Massa 0 Der Brasilianer wurde völlig schuldlos von Sainz jr. abgeschossen und war danach verständlicherweise fuchsteufelswild

 

Das Rennen der großen Hoffnungen

Ferrari ist in der Formel 1 das Team der Stunde. Doch die Verfolger Mercedes und Red Bull Racing, wie auch Nachzügler McLaren hoffen auf eine Trendwende in Kanada

Der Circuit Gilles-Villeneuve in Montreal, auf dem Seit 1978 der Grand Prix von Kanada ausgefahren wird, ist mit seinen langen Geraden eine Powerstrecke. Daher erhofft man sich im Lager der Silbernen und allen Mercedes-Kundenteams (Williams und Force India) nach der Pleite von Monaco eine Trendwende. Besonders Lewis Hamilton, der auf der Ile de Notre Dame schon fünfmal – zuletzt zweimal in Serie – auf dem obersten Treppchen stand, möchte mit einem Sieg den Rückstand auf WM-Leader Sebastian Vettel verkürzen.

Hamilton sucht Form

„Wir hatten in Monaco einige Probleme mit der Abstimmung, aber das sollte sich in Montreal wieder ändern. Der Circuit Villeneuve ist eine Strecke, die mir und auch meinem Wagen liegt. Ich konnte dort meinen ersten Formel 1 Sieg feiern und auch die vergangenen beiden Jahre ist es gut gelaufen“, übt sich Hamilton in Zweckoptimismus. Der Brite brachte in Monte Carlo die Reifen nie zum Arbeiten und musste sich mit Platz 7 begnügen, während Rivale Vettel den Sieg holte. „Die Ferraris scheinen überall zu funktionieren, so wie unser Auto im Vorjahr. Die nächsten 14 Rennen werden also sehr schwierig und so ein Wochenende wie in Monaco kann ich mir eigentlich nicht mehr leisten.“

Ricciardo will Hattrick

Mit zwei dritten Plätzen hintereinander tastet sich auch Red Bull Pilot Daniel Ricciardo langsam wieder in der Gesamtwertung an die Spitze heran. Doch ob der Trend in Kanada mit seinem leistungsmäßig unterlegenen Renault-befeuerten Boliden weitergeht ist eher zu bezweifeln. Doch Danny Boy wäre nicht er selbst, würde er nicht positiv bleiben. „Hey, vor drei Jahren lagen zwei angeblich unschlagbare Wagen vor mir und dann habe ich gewonnen“, erinnert sich der Australier an das Rennen 2014 als Hamilton und Teamkollege Nico Rosberg dominierten bis sie durch elektrische Defekt den Sieg hergeben mussten. „Im Ernst, die langen Geraden in Montreal sind für uns natürlich ein Nachteil. Aber ich liebe die Strecke, Stadtkurse, wo man knapp an die Mauern fahren muss, um schnell zu sein. Ich hoffe, es wird heiß, denn dann läuft unser Wagen gut und ich kann meine Podestserie fortsetzen.“

Boullier will Power

Indy-Heimkehrer Fernando Alonso geht topmotiviert ins Kanada-Wochenende und will an seine gute Leistung in Barcelona anknüpfen, wo er den McLaren-Honda sogar in Q3 lenkte. Doch ab da sein Rennwagen, und vor allem dessen Motor, mitspielen, ist fraglich. Wahrscheinlich schafft es der japanische Motorenhersteller nicht, das geplante Update rechtzeitig Kanada fertigzustellen. “Wir probieren wirklich alles und werden bis Donnerstag vor dem Rennen entscheiden“, so Honda Formel-1-Projektleiter Yusuke Hasegawa. Die Ausbaustufen würden zwar deutlich mehr Leistung generieren, wären aber noch nicht standfest genug. Wenigstens ist bei den Japanern nun klar, dass „der Verbrennungsmotor der Bereich ist, den wir verbessern müssen.” McLaren-Teamchef Eric Boullier ist indes überzeugt, dass “wenn alle Formel 1 Motoren 2017 die gleiche Leistung hätten, wären wir locker an der Spitze dabei. Wir brauchen daher jetzt Fortschritte von unserem Partner für die 2. Saisonhälfte.” Eine eindeutige und auch verständliche Ansage des Franzosen, denn bislang steht McLaren als einziges Team noch ohne WM-Punkte da.