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Braucht die F1 mehr Teams?

Haas Teamchef Günther Steiner meint, dass die Formel 1 mehr Teams im Stil vom ehemaligen Minardi Team braucht, damit auch junge Fahrer eine Chance haben in der Königsklasse Fuß zu fassen.

Talentschmiede Minardi

Das ehemalige Minardi Team, das von 1985 bis 2006, in der Formel 1 fuhr und später von Red Bull gekauft wurde, brachte damals so einige junge Talente in die Königsklasse. Weltmeister Ferando Alonso gab sein Debüt bei Minardi, aber auch andere erfolgreiche Fahrer wie Mark Webber, Giancarlo Fisichella und Jarno Trulli starteten ihre Karriere bei diesem Team. Heute ist Minardi unter dem Namen Torro Rosso bekannt und dient Red Bull als Junior Team. Mit dem Ausstieg von HRT, Caterham und Manor verlor die Formel 1 weitere Teams, die jungen Fahrern eine Chance gaben, doch Ferrari ist derzeit bemüht ein eigenes Junior Team zu etablieren, um ihren eigenen Fahrern Charles Leclerc und Antonio Giovinazzi den Einstieg zu erleichtern.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Heutzutage ist der Einstieg in die Formel 1 schwer, die Teams sind zurzeit voll besetzt und es ist auch nicht möglich sich ein Cockpit zu kaufen. „Die Schwierigkeit für junge Fahrer ist es zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Da ist nichts was man sonst machen könnte. Als es noch Minardi gab, war es ihre Aufgabe neue Fahrer in die Formel 1 zu bringen. Sie waren zwar letzter und sicher nicht immer glücklich damit, aber es war ihr Businessmodell junge Fahrer zu etablieren und das war gut so. “, sagte der Haas Teamchef.  Zurzeit sehen die Teams eher davon ab junge Fahrer aufzunehmen, da der Sprung von der F2 zu der F1 und den neuen Autos zu groß ist und vor allem den Piloten die Erfahrung fehlt. „Ferrari würde ein großes Risiko eingehen Charles oder Antonio gleich in einen Ferrari zu setzen. Es kann gut gehen, aber es wird wohl eher schlecht ausgehen, da die Erwartungen so hoch sind. Der Sport ist so komplex, dass man Fehler macht, wenn man neu ist, da einem die Erfahrung fehlt und die kann man nicht kaufen.“, erklärt Steiner.

Singapur, Monaco und nun Woking?

McLaren, die ihren Sitz in schon seit 40 Jahren in Woking haben, wollen nun einen eigenen Grand Prix. Dieser Grand Prix soll in Woking als Stadkurs geführt werden und so die Region beleben.

McLarens ambitionierter Plan

Woking, der Hauptsitz von McLaren soll nun zum Austragungsort eines Formel 1 Rennens werden. Der Kurs der Strecke soll durch die Stadt verlaufen und so soll Woking auf das Level von Singapur und Monaco gebracht werden. „Das Team glaubt, dass ein Straßenrennen rund um die berühmtesten Plätze Wokings das Profil der Stadt verbessert und so sich einen Namen machen kann, wie zum Beispiel Monaco und Singapur.“, so das offizielle Statement von McLaren. Der Grundgedanke dahinter ist, dass man durch ein Rennen sowohl die Stadt promoten, als auch die Industrie in der Gegend ankurbeln kann. Der Plan des „Woking International Circuit“ muss allerdings noch dem Gemeinderat vorgelegt werden, für den Kurs müssten nämlich einige Änderungen in der Stadt vorgenommen werden.

 

Der „Woking International Circuit“

Der geplante Stadtkurs hat eine Länge von 4.85km und soll an einigen Sehenswürdigkeiten und bekanntes Straßen, wie Victoria Way, Boundary Road, Albert Drive, vorbeiführen. Zudem müssten natürlich einige Veränderungen in der Stadt vorgenommen werden um Platz für Tribünen zu schaffen. Der Kurs soll laut Angaben von McLaren einer der schnellsten und anspruchsvollsten Strecken werden mit einer Spitzengeschwindigkeit von rund 314km/h. McLaren hat zudem noch weitere innovative Ideen für den geplanten Grand Prix: so soll sich das Paddock auf im Woking-Basingstoke Kanal schwimmenden Inseln befinden und anstatt eines Media Centers, wo die Journalisten sich befinden, sollen diese ihre Arbeit von lokalen Cafés, Restaurants und Shoppingmeilen aus verrichten.

Haas: „Die Lücke zu den Topteams ist deprimierend“

Der Besitzer des Haas F1 Teams, Gene Haas gibt zu, dass die Lücke zu den führenden Teams wirklich deprimierend für ihn sei.

Lichtjahre entfernt

Nach der Hälfte der Saison befindet sich das Haas F1 Team zurzeit als 7. in der Konstrukteurs WM mit 29 Punkten. Das bisher beste Ergebnis erzielte Romain Grosjean mit einem 6. Platz beim Grand Prix von Österreich. Trotz des guten Ergebnisses befand sich Grosjean über eine Minute hinter dem Führenden Valtteri Bottas. Gene Haas findet das alles andere als eine gute Performance und ist bestürzt, dass sich Mercedes, Ferrari und Red Bull so weit von den anderen abheben können: „Ich glaube wir haben zwei gute Fahrer, beide haben bereits Punkte erzielt und das Auto ist auch gut. Aber Fakt ist, dass wir fast zwei Sekunden hinter dem schnellsten Auto sind.“ Dies betrifft aber nicht nur das Haas F1 Team, sondern auch alle anderen im Mittelfeld. Das ist vermutlich zur Zeit eines der größten Probleme in der Formel 1: wenige Teams die dem großen Mittelfeld davonfahren. Selbst Gene Haas weiß sich da nicht zu helfen: „Die Top Teams sind uns um Lichtjahre voraus. Wie sollen wir aufschließen? Ich habe leider keine Antwort darauf und das ist wirklich deprimierend.“

 

 

Das F1 Dilemma

Die große Lücke zwischen den Führenden Teams Ferrari, Mercedes und Red Bull zeigt sich nicht nur in den Rundenzeiten, sondern auch auf dem Podium. Die die Teams haben bis auf eine Ausnahme (Baku) immer das Podium besetzt. Das große Mittelfeld hingegen liegt von der Zeit her innerhalb einer Sekunde. „Von der Wettbewerbsfähigkeit her sind wir alle gleich, aber wir haben alle mit den Führenden zu kämpfen. Die Realität ist, dass außer diesen Drei keiner eine Chance hat zu gewinnen.“, erklärt der betrübte Haas Teambesitzer

Räikkönen: Ich habe immer noch Speed

Kimi Räikkönen belegt zur Halbzeit den fünften Platz in der Meisterschaft, 86 Punkte hinter seinem Teamkollegen und WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel. Doch er ist sich sicher, dass er trotz einer durchwachsenen ersten Saisonhälfte, immer noch genügend Speed für Podestplätze hat.

“Ich will Rennen gewinnen”

Auch im Qualifying-Duell hinkt der Finne dem Deutschen hinterher, 3:8 steht es hier aus Sicht des Weltmeisters von 2007. Doch Räikkönen sieht keinen Grund, an seinem Speed zu zweifeln. Es müsse eben alles zusammenpassen, um gute Ergebnisse zu liefern.

“Schaut man rein auf das Endergebnis, wäre die Saison bis jetzt nicht gut. Aber auf der anderen Seite denke ich, dass wir an einigen Orten super performt haben, doch an anderen eben eher schlecht. Und das wiederspiegelt sich im WM-Stand.
Persönlich bin ich natürlich nicht zufrieden mit den Ergebnissen, das ist sicher. Ich will Rennen gewinnen und das am liebsten immer.”

Top Moment war Silverstone

Angesprochen auf seine persönlichen Hochs und Tiefst in der bisherigen Saison, meinte der Ice Man: “Das schlimmste ist, wenn man ein Rennen nicht beendet. Das ist richtig bitter, aber es passiert leider manchmal.”

“Mein Top Moment… Ich denke, Silverstone, ich fühlte mich sehr gut hatte sehr viel Spaß.”

“Es gibt immer gute Sachen, an jedem Wochenende. Est besteht aber auch an jedem Wochenende die Möglichkeit für schlechte Dinge. Mein Ziel muss es sein, die schlechten Momente zu minimieren und die guten Dinge zu maximieren.
Es wäre zu einfach, nur auf die Ergebnisse zu sehen und zu sagen, das war gut, das war schlecht.”

 

Wolff: „V8 Motoren sind nicht die Lösung“

Mercedes Sportchef Toto Wolff glaubt an eine Zukunft der Formel 1 ohne V8 Motoren.

Zurück zum Ursprung

Zurzeit arbeitet Ross Brawn, der aktuelle Sportdirektor der Formel 1, an den neuen Richtlinien bezüglich der Motoren für 2021. Die derzeitige Variante für 2021 wäre ein V6 Twinturbo mit limitierter Hybridtechnologie. Dies soll vor allem den Einstieg in die F1 für neue Teams erleichtern und gleichzeitig mehr Sound bringen, ganz im Sinne der Fans.

 

 

Wolff dagegen, aber kompromissbereit

Der Mercedes Boss Toto Wolff sieht das aber anders: „Ich glaube die Formel 1 steht für Hightech, Innovation und Performance. Wenn wir zu den V8 Motoren zurückwollen, so wie in den 80ern und 90ern, nur weil wir es so toll fanden, ist es die falsche Strategie.“ Allerdings wäre es im Sinne der FIA die Hybridtechnologie auch in der Zukunft zu behalten. Wolff meint auch weiter, dass die Variante des V6 Motors ein guter Kompromiss ist, so sei sowohl der Hersteller als auch der Fan zufrieden gestellt. „Wir müssen auf viele verschieden Aspekte achten: die Entwicklungskosten müssen auf ein Minimum beschränkt werden, der Motor soll High-Tech sein, es soll ein Hybrid sein und wir müssen auch auf den Sound achten.“, erklärt Wolff. Bis zum Ende des Jahres soll dann ein Kompromiss geschlossen werden, der alle Aspekte berücksichtigt. Welche Motor-Variante sich durchsetzen wird, bleibt allerdings abzuwarten.

Horner: Der Druck macht Vettel stark

Red Bull Chef Christian Horner glaubt, dass Sebastian Vettel unter dem Druck, den der Titelkampf mit sich bringt, seine besten Leistungen abrufen kann.

“Je größer der Druck, umso besser ist Vettel”

Vettel geht mit 17 Punkten Vorsprung auf seinen ersten Titelrivalen Lewis Hamilton in die zweite Hälfte der Saison 2017. Es ist das erste Mal seit seinem letzten WM-Sieg im Jahr 2013, dass er zu dieser Phase der Saison, in der Fahrerweltmeisterschaft in Führung liegt. Der Ferrari-Pilot hält zudem auch einen ominösen Rekord. Noch nie musste sich der Heppenheimer einem Titelrivalen im Kampf um den WM-Titel geschlagen geben, wenn er während der Saison in Führung lag.

“Sebastian ist ein sehr konzentrierter Fahrer “, erklärte Horner. “Er kann mit Druck sehr gut umgehen. Es war fast immer so, je größer der Druck war, der auf ihm lastete, desto besser wurde er. Besonders, wenn die Meisterschaft die finale Phase erreichte, war er in seinem Kopf bemerkenswert stark.”

“Vettel zu unterschätzen wäre töricht”

Horner besteht darauf, dass es töricht wäre, Vettel im Titelkampf, in Anbetracht seiner beeindruckenden Bilanz in der Schlussphase der Saison, vor allem in den Jahren 2010 und 2012, zu unterschätzen. Vettel schnappte sich eine seine erste Meisterschaft in einem dramatischen Finale im Jahr 2010 und führte mit dem Sieg beim letzten Rennen in Abu Dhabi zum erstem Mal in dieser Saison die WM an. Während ihm vier aufeinander folgende Siege in den letzten sieben Rennen des Jahres 2012 geholfen haben, der jängste dreifacher Weltmeister aller Zeiten zu werden.

“Seinen Ansatz, seine Umsetzung im Rennen, sein Auge fürs Detail, seine Arbeitsmoral, all dies waren Dinge, die ihm vier Titel in Folge ermöglichten,” so Horner.

Rosbergs Ex-Physio glaubt an Kubica

Für viele Fans wäre es wohl ein wahrgewordener Traum, würde Robert Kubica nach 7 Jahren Pause ein Renncomeback in der Formel 1 feiern. Nun spricht sich ein alter Bekannter aus dem Fahrerlager für dessen Rückkehr aus.

Verletzer Arm kein Hindernis

Letztes Jahr war Daniel Schlosser noch der Physiotherapeut von Mercedes-Pilot und Weltmeister Nico Rosberg. Im Moment betreut Schlosser den Force India Testfahrer Nikita Mazepin. Und er glaubt, dass Kubica sofort an Grand Prix teilnehmen könnte.
Vor kurzem testete Kubica am Hungaroring im Renault und Schlosser sagte, er glaube nicht, dass dessen verletzter Arm ein Hindernis für eine Rückkehr in die F1 darstelle.

“Er hat immer noch sehr gute Muskeln in seinen rechten Arm, nur das Volumen ist nicht mehr so groß. In Ungarn spulte er ein schwieriges Programm bei hohen Temperaturen ab. Das war schwer für einige der jungen Fahrer. Wer damit umgehen kann, verträgt auch einen Grand Prix.”

Schlosser von Kubicas Testleistung nicht Überrascht

Einige zeigten sich Überrascht, dass Kubica noch in der Lage ist, so gut mit einem sichtbar beschädigten Arm zu fahren. Schlosser war es hingegen nicht.

“Nico (Rosberg) hatte zum Beispiel immer viel Spannung in seinen Handgelenken, daher musste er seine Arme stark trainieren. Aber andere Fahrer gehen leichter mit der Lenkung um, es gibt verschiedene Fahrtechniken. Nick Heidfeld war einer von ihnen, und wahrscheinlich auch Kubica.”

 

Bottas: Strafen beeinflussen Titelkampf

Mercedes Fahrer Valtteri Bottas meint, dass vor allem die Rückversetzungen die Weltmeisterschaft maßgeblich beeinflussen wird.  

Eine Strafe nach der anderen

Der Titel des Weltmeisters ist heiß umkämpft, da die ersten zwei Fahrer aktuell nur 14 Punkte trennen und noch neun Rennen ausständig sind. Doch die Teams werden von Strafen und Rückplatzierungen geplagt. Die Zuverlässigkeit der Motoren lässt zu wünschen übrig, so fasste erst Valtteri Bottas beim GP in Silverstone eine Rückversetzung von 5 Plätzen aus und auch sein Teamkollege Lewis Hamilton wurde beim GP von Österreich um 5 Plätze zurückversetzt, da bei ihm das Getriebe gewechselt werden musste. Nicht nur Mercedes hat in dieser Hinsicht Probleme, sondern auch der Konkurrent Ferrari fürchtet bald eine Rückversetzung, da schon mehrere Teile getauscht wurden und sie sich somit der erlaubten Grenze nähern. „Heuer könnte der Kampf um den Titel wirklich von den Strafen und Rückversetzungen der Fahrer beeinflusst werden, aber wir fahren alle unter denselben Regeln, also ist es ok so.“, so der Finne.

Da kommt noch mehr

Valtteri Bottas, der in der ersten Hälfte der Saison schon zwei Siege für sich verbuchen kann, hatte einen erfolgreichen Start bei Mercedes: „Ich fühle mich im Team sehr wohl und ich kann nicht sagen, dass es an der Performance mangelt. Ich bin immerhin noch der Neue hier, aber das Team hilft mir sehr mich zu verbessern. Ich bin mir sicher, da geht noch mehr.“ Bleibt also abzuwarten, ob wir Bottas wieder auf dem Podium sehen und wer letztendlich die WM für sich entscheiden kann.

Stroll: Bin nicht nur wegen des Geldes hier

Lance Stroll ist der Meinung, dass seine zuletzt gezeigten Leistungen beweisen, dass er nicht nur des Geldes wegen in der Königsklasse unterwegs ist. Im Jahr 2016 bezahlte sein milliardenschwerer Vater Lawrence eine stattliche Summe Geld an Williams, um seinem Sohn ein Cockpit für die Saison 2017 zu verschaffen.

“Meine Ergebnisse sprechen für sich”

“Ich bin nicht hier um es den Kritikern, oder was auch immer sie sind, zu zeigen. Ich weiß warum ich hier bin und ich verdiene es hier zu sein. Ich habe die Formel 3-Meisterschaft gewonnen, als jüngster Fahrer aller Zeiten und zwar mit einem gewaltigen Vorsprung. Ich bin hier um alles für mich und mein Team zu geben.”

“Nun bin ich der jüngste Rookie, der jemals auf einem Formel 1 Podium stand, das ist eine hervorragende Leistung. Ich denke, Menschen, die mir diese absprechen und sagen ich bin nur hier, weil mein Vater viel Geld hat, akzeptieren die Wahrheit nicht. Ich stehe im Mittelfeld der Fahrerweltmeisterschaft, das unterstreicht mein Können. Es werden noch harte Wochenenden, wie auch gute Wochenenden kommen, so läuft es nun mal. Aber ich habe bewiesen, dass ich in die Formel 1 gehöre. Die Ergebnisse sprechen für sich.”

“Ich habe alles für den Traum Formel 1 getan”

Stroll wisse, dass er sich glücklich schätzen könne, aus wohlhabenden Kreisen zu stammen und verstehe, dass das Geld seines Vaters einer der Faktoren war, um ihm ein Cockpit für diese Saison zu sichern. Allerdings unterstreiche er, dass er hart gearbeitet habe, um in die Formel 1 zu kommen.

“Ich kann die Realität nicht leugnen. Die Realität ist, ich hatte großes Glück, in Verhältnissen aufzuwachsen, wie es nur wenige Kinder können. Ich hatte durch das Geld meines Vaters die Chance, von Kanada nach Europa zu gehen, um meine Träume zu verwirklichen.”

“Aber ich packte diese Chance mit beiden Händen und ich gewann Meisterschaften um hierher zu kommen. Ich habe die Formel 4-Meisterschaft gewonnen, habe die Formel 3-Meisterschaft gewonnen. Ich habe meine Super-Lizenz-Punkte und die bekommt man nicht geschenkt. Man muss rausgehen und Ergebnisse liefern um diese zu bekommen und es in die Formel 1 zu schaffen.”

“Wenn du nicht für eines der Top-3-Teams fährst, brauchst du finanzielle Unterstützung um in der Formel 1 zu fahren. Motorsport ist unglaublich teuer. Ich habe auch andere Sponsoren, die mich unterstützen. Ich bin mehr als nur das Geld meines Vaters.”

Horner: “Formel 1 als Kontrapunkt zur Formel E”

Red Bull Racing Chef Christian Horner glaubt, dass die Formel 1 an einem Scheideweg steht und in Bezug auf Technologie, in die entgegengesetzte Richtung der Formel E gehen muss.

V6 Twin Turbo Motor nach Saison 2020?

Erste Gespräche über den Umstieg auf ein vereinfachtes V6 Twin Turbo Aggregat, welches weniger Hybrid-Komponenten umfassen würde, sind bereits im Gange. Aber Horner ist nicht sicher, ob diese Wahl die richtige ist.

“Ich hoffe, dass es am Ende nicht nur ein schlechter Kompromiss ist. Die Hersteller gehen mittlerweile alle in die Formel E, die ihr Spielplatz für Technologien der Zukunft ist. Mercedes, Renault, Audi, Porsche, Jaguar (…) das sind schon mehr als Formel 1 je hatte!”

“Ein Jahr in der Formel E kostet ungefähr 5 Prozent dessen, was ein Jahr in der Formel 1 kostet. Was ich mir vorstellen würde ist, dass die Massenhersteller in der Formel E fahren und die Sportwagenhersteller wie Ferrari, Aston Martin und Lamborghini in der Formel 1 unterwegs sind. Denn das ist ihr Platz.”

Formel 1 als Kontrpunkt

“Glaubt man der Politik, werden wir schon 2030 alle mit Elektroautos fahren, also sollte die F1 der Kontrapunkt dazu sein – Rennsport pur, Mensch und Maschine, ein Wettbewerb der besten Fahrer der Welt, mit Verbrennungsmotoren.”

Zur Vermeidung einer halbherzigen Entscheidung oder eines schlechten Kompromisses, glaubt Horner, dass das entscheidende letzte Wort in dieser Angelegenheit dem F1 Sport Manager Ross Brawn überlassen werden sollten. Doch die richtige Entscheidung zu treffen brauche Mut.

Am wichtigsten ist der Sound

Horner sagt, dass Red Bull viel Marktforschung für das Aston Martin-Supersportwagen-Projekt betrieben hat, welche zeigt, dass die überwältigende Mehrheit einen V10 oder V12 und keinen Hybridmotor will.

“Ich bezweifle aber, dass ein V10 oder gar V12 kommen wird”, räumte Horner ein. “Wir werden uns mit dem Bi-Turbo-V6 begnügen müssen. Aber der Sound ist der Schlüssel. Von all der Kritik an den aktuellen Motoren, ist das wichtigste für die Fans der Klang.”