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Zele Racing gibt Debüt in der internationalen Tourenwagen-Meisterschaft

Das Kärntner Rennteam startet kommendes Wochenende in Georgien in der TCR International Series

Wenn am Rustavi International Motorpark, rund 20 Kilometer außerhalb der georgischen Hauptstadt Tiflis am Wochenende die Ampel auf Grün stellt, dann startet die TCR International Series erstmals mit einem österreichischen Team in die Saison.

Nach vielen erfolgreichen Jahren im Formelsport, launchte Zele Racing 2015 erstmals ein Sportwagen-Programm und nahm an der damals brandneuen Renault RS01 Sport Trophy teil. Letzte Saison stieg der Rennstall aus Bleiburg auf Porsche um und erweitert dieses Programm nun durch den Einstieg in die TCR Meisterschaft.

“Wir hatten die Möglichkeit in die TCR International Serie einzusteigen und haben die Herausforderung angenommen. Für uns ist hier natürlich alles neu, aber ich bin sicher, wir werden schnell lernen, was es braucht um konkurrenzfähig zu sein. Wir sind alle begeistert am Grid zu stehen und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit TCR und Seat”, so Teamchef Michael Zele.

Zele Racing wird einen Seat Leon TCR einsetzen. Am Steuer wird in den ersten beiden Events, Georgien und Bahrain, Ferenc Ficza sein. Der 21-jährige Ungar kehrt nach einer Saison in der year-old Hungarian returns to the series after spending a season in der Tourenwagen-WM (WTCC) mit Honda in die TCR zurück.

“Es ist toll wieder in der TCR zu fahren, besonders mit einem so erfahrenen Team wie Zele Racing. Wir werden gemeinsam sicher viel Spaß da draußen haben“, so der Ungar, der seine Karriere 2008 im nationalen Tourenwagen-Championat begann. 2010 holte er den Titel im Suzuki Bio Cup und gab 2012 sein Debüt in der Tourenwagen-EM mit Alfa Romeo. Im März 2015 wechselte er in die TCR, bevor es für ihn in die WTCC ging.

Die TCR International Series ist ein kostengünstiger Spin-Off der Tourenwagen WM und erfreut sich durch die Action-geladenen Rennen, die die Serie über den ganzen Globus führen – zweimal fährt man auch im Rahmen der Formel 1 – immer größerer Beliebtheit.

Zele Racing verhandelt daher bereits mit anderen Piloten für die restlichen Rennwochenenden und freut sich besonders auf den Heimevent in Salzburg. „Ein Heimrennen zu fahren, ist natürlich immer etwas Schönes. Zudem ist der Salzburgring eine prädestinierte Tourenwagen-Strecke“, so Zele.

Rennkalender 2017 TCR International Serie
April 1/2 Rustavi International Motorpark, Georgien
April 15/16 Bahrain International Circuit, Bahrain
Mai 6/7 Circuit de Spa-Francorchamps, Belgien
Mai 27/28 Autodromo di Monza, Italien
Juni 10/11 Salzburgring, Österreich
Juli 1/2 Hungaroring, Ungarn
Juli 8/9 Motorsport Arena Oschersleben, Deutschland
September 2/3 Chang International Circuit, Thailand
Oktober 7/8 Zhejiang International Circuit, China
November 26/27 Yas Marina Circuit, VAE

Die Noten der Piloten: GP Australien

Fahrerbenotung Grand Prix von Australien

Sebastian Vettel 1 „Super Seb“ ist wieder da! Hochmotiviert, pfeilschnell und erfolgreich. Vettel hat die Mercedes-Fehler eiskalt ausgenützt

Lewis Hamilton 2 Hamilton fuhr stark, aber sein Team versemmelte die Strategie und so konnte der Brite nicht mehr um den Sieg fighten

Valtteri Bottas 2 Der Silberpfeil-Neuzugang kommt immer besser in Fahrt, fuhr gleich im ersten Rennen für den neuen Arbeitgeber aufs Podest

Kimi Räikkönen 2 Der „Iceman“ holte sich zwar die schnellste Rennrunde, konnte die Pace der Top 3 aber nicht mitgehen – ausbaufähig

Max Verstappen 2 Max lieferte sich einen heißen Fight mit Hamilton, allerdings nicht um die Spitze. Der Niederländer holte wichtige Punkte

Felipe Massa 2 Guter Auftritt des brasilianischen Ex-Pensionisten, sehr wichtige WM-Zähler für ihn, aber auch für sein Williams-Team

Sergio Perez 2 Auch in Pink kann es „Checo“ noch immer – verbissen erkämpfte sich der Mexikaner gleich zum Auftakt wieder WM-Punkte

Carlos Sainz jr. 2 Der spanische „Feschak“ profitierte vom späten Stopp seines Teamkollegen und sicherte sich gleich WM-Punkte zum Start

Daniil Kvyat 2 Der Russe verlor durch einen unfreiwilligen Pitstop die Chance Perez zu überholen, zeigt aber sehr gute Form zu Saisonbeginn

Esteban Ocon 2 Toller Einstand im neuen Team gleich mit einem WM-Punkt, vom Tempo voll bei der Musik, leider Alonso abgeschossen

Nico Hülkenberg 2 Starke Fahrt von „Hülk“ im neuen Dienstwagen, am Schluss fehlte nur eine knappe Sekunde auf Platz 10 und WM-Punkte

Antonio Giovinazzi 1 Der italienische Rookie kam völlig überraschend zum Debüt, brachte den Wagen sicher ins Ziel und machte keinen Fehler

Stoffel Vandoorne 3 Der junge Belgier mühte sich mit einem McLaren, der einem technischen Schrotthaufen glich – mehr war heute nicht drin

Fernando Alonso 1 Fahrerische Topleistung des Spaniers, der aber kurz vor Schluss wurde ihm von Ocon der Reifen aufgeschlitzt – Punkte weg

Kevin Magnussen 4 Der Däne sorgte gleich in Kurve 1 für Kleinholz, verlor viel Zeit und rollte in Runde 46 aus – viel Action, wenig Ergebnis

Lance Stroll 3 Der Rookie konnte die Pace halten, machte aber einige Fahrfehler – am Ende streikten die überhitzten Bremsen

Jolyon Palmer 3 Jolyon hatte vom Start weg technische Probleme mit Gas und Bremse – logische Konsequenz: Wagen parken und aus

Romain Grosjean 2 Der Franzose war in der Quali stark und auch im Rennen gut unterwegs, bis bei seinem Haas die Technik streikte

Marcus Ericsson 0 Schade für den Schweden, der einen guten Eindruck machte, aber Magnussen zerstörte seinen Wagen und sein Rennen

Daniel Ricciardo 0 Mehr Pech kann man an einem Wochenende wohl nicht haben, und dann noch zuhause – Danny muss nach vorne schauen

Ferrari ist zurück!

Sebastian Vettel trickste die Silberpfeile beim Saisonauftakt der Formel 1 in Melbourne aus und holte mit seiner „Gina“ den ersten Sieg für Ferrari seit eineinhalb Jahren

„Es war an der Zeit. Ich bin sehr zufrieden und glücklich für unser Team, aber vor allem auch für unsere Fans, die uns nie fallen gelassen haben“, sprach aus dem wortgewaltigen FIAT Boss Sergio Marchionne nach dem Sieg seines Schützlings Sebastian Vettel beim Saisonauftakt der Formel 1 in Melbourne. Vettel fuhr ein brillantes Rennen und nützte einen Strategiefehler der Mercedes-Box eiskalt aus, um WM-Favorit Lewis Hamilton den sicher geglaubten Sieg wegzuschnappen. Der erste Erfolg der Roten seit Singapur 2015 bestätigt den Eindruck der Testfahrten vor Saisonbeginn, dass Ferrari deutlich näher dran ist. “Wenn man heute mit vor zwölf Monaten vergleicht, stehen wir als Team ganz anders da. Die letzten Monate waren nicht einfach, aber wir haben uns auf uns selbst konzertiert und unsere Arbeit gemacht. Als wir den neuen Wagen zusammengebaut haben, hatten wir ein gutes Gefühl. Als wir es ausprobiert haben, hatten wir ein gutes Gefühl. Und jetzt haben wir immer noch ein gutes Gefühl,“ strahlte Vettel. Der vierfache Champion bestätigte, dass der Weg zurück steinig war, „aber auch ein guter. Wir mussten ihn gehen und hatten einiges zu lernen. Das ist nun ein Höhepunkt, aber eigentlich ist es erst der Anfang. Nun konnten wir endlich wieder vom Podium herunterwinken. Jetzt wollen wir das natürlich wieder regelmäßig tun.”

Nicht alles rund bei Silber
Entscheidend für die Niederlage von Mercedes (2. Lewis Hamilton, 3. Valtteri Bottas) war aber nicht nur Vettels starke Fahrt, sondern auch eine strategische Fehlentscheidung bei den Silbernen. Als beim führenden Hamilton die Reifen einbrachen, holte man ihn umgehend an die Boxen. Ein Fehler, denn auch wenn man wusste, dass der Brite hinter Kimi Räikkönen (Ferrari) und Max Verstappen (Red Bull) wieder auf die Strecke zurückkehren würde, glaubte man keine andere Wahl zu haben. Aber in der „neuen“ Formel 1 kommt man aber auch mit frischen Reifen nicht so einfach am Vordermann vorbei, schon gar nicht an einem Verstappen. Hamilton lief rasch auf den Niederländer auf, blieb aber hinter ihm stecken. “So läuft es manchmal. Manchmal gewinnst du, manchmal verlierst du“, so Mercedes-Sportchef Toto Wolff, der nach dem Boxenstopp-Fehler mit der Faust auf den Tisch haute. “Ich muss an meiner Emotionalität während des Rennens arbeiten“, lachte er. Ein Grund für den überraschend hohen Reifenverschleiß bei Mercedes könnte das angebliche „Übergewicht“ des Boliden sein. Der Silberpfeil soll derzeit fünf Kilogramm über dem von der FIA vorgeschriebenen Mindestgewicht von 728 Kilogramm liegen. Fünf Kilo mehr kosten im Albert Park zwei Zehntelsekunden pro Runde. Wolff wollte auf Anfrage „nicht ins Detail gehen“, aber bestätigte, dass „es ein Bereich ist, in dem wir uns verbessern können.”

Positive Überraschungen
Einen guten Einstand lieferte F1-Debütant Antonio Giovinazzi, der erst Freitagnacht von seinem Glück erfuhr, nachdem Einsatzfahrer Pascal Wehrlein aufgrund seiner noch nicht ausgeheilten Beschwerden vom Crash beim Race of Champions w.o. geben musste. Der Italiener machte keinen Fehler, war vom Speed gut unterwegs und brachte den Sauber heil ins Ziel. Frühpensionist Felipe Massa klassierte den Williams auf einem guten sechsten Rang, sowohl Force India als auch Toro Rosso platzierten beide Piloten in den WM-Punkten. Stark war auch die Fahrt von Fernando Alonso, der wieder einmal deutlich besser war als sein Dienstwagen. Leider reichte es aus seiner Sicht nicht für Punkte, nachdem ihm Force India Pilot Esteban Ocon im Duell um Platz 10 beim Überholen den Hinterreifen aufschlitzte.

WhoWorks SportsGuides verlängert mit Formelaustria.at

Die weltweit bekannte Motorsport-Guide Schmiede von Who Works hat die Zusammenarbeit mit Österreichs Autorennportal Formelaustria.at verlängert

Vor über 25 Jahren war Francois-Michel Gregoire als Gast des Ölkonzerns Elf zum Grand Prix von Frankreich eingeladen und traf dort auf seine heutige Lebensgefährtin. Ihrer gemeinsamen Feder entstammt “Who Works In Formula One”, der inzwischen wichtigste Index-Guide im Motorsport.

“Einer der wichtigsten Faktoren hinter unseren Who Works Guides ist die Leidenschaft für den Sport und für die Arbeit, die wir auf höchstem Niveau versuchen zu leisten. Diese Qualitäten verbinden uns mit Formelaustria.at”, so Who Works Verleger Francois-Michel Gregoire.

“Es ist eine tolle Auszeichnung für uns, dass diese Partnerschaft mit einem weiteren so renommierten Rennsport-Unternehmen auch in Zukunft Bestand hat”, freut sich Formelaustria.at Herausgeber Harry Miltner

Die “Who Works Guides”, die mittlerweile zu Sammlerobjekten geworden sind, sind in über 70 Ländern erhältlich und können auf www.whoworksin.com online bestellt werden.

TOTAL verlängert Partnerschaft mit Formelaustria

Der französische Mineralölhersteller führt seine Partnerschaft mit Österreichs Motorsport-Portal Formelaustria.at in der Saison 2017 fort

TOTAL wird sich in der neuen Motorsport-Saison besonders auf sein Langstrecken-WM-Programm mit Aston Martin (WEC) und die Partnerschaft mit DS Virgin Racing in der Formula E konzentrieren, wo man mit hochwertigen Motorölen einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Partnerteams leistet.

Durch die Zusammenarbeit mit Formelaustria.at gewährt TOTAL unseren Lesern Einblicke hinter die Kulissen dieser Partnerschaften, welche Prozesse dahinterstecken, und welche wichtigen Erkenntnisse daraus in die TOTAL Produkte für Privat PKWs fließen.

„Wir wollen den Motorsport-Fans mehr über unsere Engagements zeigen und welchen Nutzen sie für den normalen Straßenverkehr hat. Daher haben wir uns entschieden, unsere gute Zusammenarbeit mit Formelaustria.at fortzusetzen“, so Augustin Rigaud, Leitung Marketing TOTAL Österreich & Schweiz.

Dementsprechend zufrieden zeigt sich auch Formelaustria Chefredakteur Patrick Pichler: „Für uns ist es wichtig, starke Partner zu besitzen und so unseren Lesern noch mehr Hintergrundinformationen und Know-How bieten zu können. Daher freuen wir uns sehr, dass uns TOTAL weiterhin das Vertrauen schenkt und die Partnerschaft mit Formelaustria.at verlängert hat.“

Weitere Informationen über TOTAL Österreich auf www.total.co.at

Was sagen die Tests?

Wie vor jeder Saison sind die Erwartungen hoch, die Hoffnung groß und die Fragen zahlreich. Die Sportzeitung war bei den F1-Testfahrten live vor Ort und analysiert kurz den aktuellen Stand der Teams

Mercedes-AMG F1
Das Weltmeister-Team scheint immer noch der große Gejagte zu sein. Die Tests verliefen nahezu reibungslos und auch die Rundenzeiten, besonders der Long-Runs, bestätigten den Eindruck. Natürlich spielte noch keiner wirklich mit offenen Karten. Was sich aber abzeichnet ist, dass Neuzugang Valtteri Bottas, der heuer den abgetretenen Champion Nico Rosberg bei den Silbernen ersetzt, noch längst nicht auf dem Niveau von Lewis Hamilton fahren kann. Die Zeiten des rein teaminternen WM-Duells könnten also vorbei sein.

Red Bull Racing
Bei den Bullen freut man sich auf die neue Saison, denn dieses Jahr ist die Aerodynamik wieder wesentlich wichtiger und hier hat man mit Adrian Newey den Guru schlechthin an Bord. Mit Daniel Ricciardo und Max Verstappen hat man die wohl auch hungrigste Fahrerpaarung hinterm Lenker, die alles für den nächsten Sieg tun werden. Dennoch bleibt bei den Renndosen die Schlüsselfrage was der Renault-Motor in der Lage zu leisten ist. Die Franzosen haben eindeutig an Power zugelegt, aber die Standfestigkeit ist nicht immer gegeben.

Scuderia Ferrari
Im Vorjahr die absolute Enttäuschung, scheint man bei den Roten einiges gefunden zu haben. Sowohl Sebastian Vettel als auch Kimi Raikkonen waren in Barcelona pfeilschnell, brachen ihre Toprunden sogar immer wieder ab. Auch die Beständigkeit war top. Dementsprechend könnte es 2017 zu einem Revival des Traditionsteams kommen. Siege scheinen dem ersten Eindruck nach, absolut in Griffweite.

Sahara Force India
Teamboss Vijay Mallya hat vor wenigen Tagen das österreichische Unternehmen BWT als neuen Hauptsponsor präsentiert, weswegen seine Renner in Zukunft im selben Zuckerlrosa über die Piste brettern werden, wie Lucas Auer in seinem DTM-Mercedes. Allerdings hat der Inder mit Nico Hülkenberg einen Topfahrer verloren, auch wenn er mit Esteban Ocon ein Toptalent geholt hat. Dennoch scheint der angekündigte Angriff auf die Top 3 durch Ocon und Nummer 1 Sergio Perez eher unwahrscheinlich.

Williams Martini Racing
Mit Bottas hat man den Topfahrer verloren, allerdings Felipe Massa wieder aus der Rennpension zurückgeholt. Den zweiten Wagen steuert der kanadische Rookie Lance Stroll, der viel Talent mitbringt, aber wenig Erfahrung hat und den Boliden bei den Tests gleich mehrfach crashte. Allerdings konnte man sich mit Paddy Lowe einen Fachmann am Kommandostand engagieren. Dementsprechend kam es nicht ganz überraschend, dass der neue Williams in Barcelona pfeilschnell war. Bedenkt man, dass Massa im Vorjahr meist hinter Bottas herhinkte, wäre vielleicht sogar noch mehr drin.

McLaren Honda
Die größte Wundertüte der Formel 1 ist weiterhin McLaren. Der erste Wagen nach der Ära Ron Dennis ist zwar schön, aber die Testfahrten waren aufgrund der Unzulänglichkeiten des nagelneuen Honda-Motors wieder einmal ein Desaster. Mit dem erfahrenen Sportmanager Zak Brown am Ruder könnte aber ein neuer Wind in Woking wehen und die Japaner endlich auf Schiene kommen. Denn sollte das nicht klappen, wird Superstar Fernando Alonso wohl schon nach wenigen Rennen den Hut draufhauen.

Scuderia Toro Rosso
Den Preis für die coolste Lackierung hat der Toro Rosso Renner schon gewonnen. Damit wird Teamchef Franz Tost aber nicht zufrieden sein, zumal er weiß, dass er mit Carlos Sainz Jr und Daniil Kvyat zwei hochveranlagte Fahrer hat. 2017 fährt man auch mit Renault Motoren, wird also – nicht wie letzte Saison mit dem alten Ferrari-Aggregat – von Updates profitieren können.

Haas F1
Völlig unaufgeregt wird bei Gene Haas gearbeitet. Und die Amerikaner scheinen heimlich, still und leise wieder einen soliden Rennwagen gebaut zu haben. Sowohl Romain Grosjean, als auch Neuzugang Kevin Magnussen waren bei den Testfahrten immer gut dabei und mit ihrem neuen Dienstwagen auch zufrieden. Es scheint als wäre Platz 8 in der Konstrukteurswertung 2016 keine Eintagsfliege gewesen. Haas sollte erneut im vorderen Mittelfeld dabei sein.

Renault Sport F1
Nico Hülkenberg ist mit der Absicht zu Renault gewechselt, mit einem Werksteam in naher Zukunft endgültig den Durchbruch zu schaffen. Und auch die Franzosen haben sich nun voll und ganz der Formel 1 verschrieben. Der neue Wagen macht nicht nur optisch einen deutlich aggressiveren Eindruck, sondern zeigte auch auf der Piste einige Male auf, obwohl die Testfahrten noch ein wenig holprig verliefen. Dennoch sollten die Gelben heuer weiter vorne landen können.

Sauber F1
Die Neuentwicklung der Schweizer ist wunderschön geworden, doch ob der Wagen auch schnell ist, ist noch nicht wirklich klar. Neben Marcus Ericsson wird 2017 Mercedes-Junior Pascal Wehrlein hinterm Steuer sitzen. Die Testfahrten waren nicht wirklich berauschend, doch durch die Pleite von Manor GP hat man Platz 10 in der Teamwertung und damit den Geldsegen schon sicher.

Carey an die Macht

Seit wenigen Monaten ist das internationale Sport- und Unterhaltungsunternehmen Liberty Media der neue Rechtehalter der Formel 1. Chase Carey hat Langzeit-Mastermind Bernie Ecclestone abgelöst Sport Business Magazin sprach mit ihm

Chase, seit letztem Spätsommer ist Liberty Media der neue Vermarkter der Formel 1. Was steht aktuell auf Ihrer Agenda?
Auf unserer Agenda steht nichts anderes als den Sport für unsere Fans großartig zu machen. Und das kann nur gemeinsam gehen, denn jeder hier im Paddock hat seine eigene Sicht, was man wie machen sollte. Dieses Ideen und Ansichten gilt es nun zu bündeln und das Beste daraus zu machen.

Sie haben Bernies Ecclestone als Formel 1 Promoter abgelöst.
Bernie verdient höchste Anerkennung für das, was er aus der Formel 1 gemacht hat. Immerhin wurde sie gerade um acht Milliarden Dollar verkauft. Aber er nannte sich selbst immer einen Diktator und hat die Formel 1 lange als One-Man-Show geführt. Wir wollten etwas Neues, etwas Frisches einbringen.

War sein Ansatz die Formel 1 zu führen nicht mehr zeitgemäß?
Vieles lief in den letzten vier oder fünf Jahren in unserem Sport schief. Es wurde zu oft „nein“ anstatt „ja“ gesagt. Die Formel 1 muss wieder das einzigartige, außergewöhnliche Spektakel werden, das sie sein sollte. Die Entscheidungsfindung in Formel 1 hat in den letzten Jahren möglicherweise darunter gelitten, dass es zwischen den einzelnen Schlüsselfiguren zu viel Vorgeschichte gibt. Unser Einstieg erfolgt völlig unbelastet. Um in der heutigen Welt konkurrenzfähig zu bleiben, muss man Mittel und Wege finden sich mit den Fans zu verbinden und sie zu begeistern.

Welche neuen Wege wollen Sie beschreiten, um die Fans zu begeistern?
Unsere Fahrer sind gigantische Persönlichkeiten und wir müssen alle Möglichkeiten nützen, die Story bestens zu verkaufen, die Events noch viel größer zu machen, Musik und Entertainment um unseren Sport zu gruppieren. Wir haben große Rennen wie Singapur, Mexiko und Abu Dhabi, aber wir müssen alle Rennen mit Energie und Spannung verbinden. Wir sollten quasi 21 Super Bowls haben. Dazu müssen wir auch alle digitalen Plattformen nutzen. Und dann sollten wir sicherstellen, dass unsere Partner – die Teams, die Sponsoren, die Promoter, usw. – einzigartige Rennen auf die Beine stellen.

Die Teams haben Ihren ersten Vorschlag sie einzubinden aber ausgeschlagen….
Wir wären gerne mit den Teams enger verbunden und die Gespräche laufen gut. Unser ursprüngliches Angebot war zu kurzlebig, aber wir arbeiten gerade gemeinsam etwas Passenderes aus.

Die Teams waren sich in den letzten Jahren aber zumeist selbst nicht grün. Wie wollen Sie das ändern?
Wir wollen, dass es sich lohnt ein Team zu besitzen, eine Strecke zu führen, dass es sich lohnt Teil der Formel 1 zu sein. Dazu wollen wir mehr als Partner auftreten und alle dabei unterstützen erfolgreich zu sein. Abgesehen von der Frage der Gleichberechtigung geht es auch darum, wo wir unseren Sport sehen wollen. Die Teams müssen sich im Klaren sein, dass wir nur gemeinsam erfolgreich sein werden, sportlich und wirtschaftlich.

Diese Unterstützung wird besonders für europäische Traditionsstrecken wichtig sein.
Europa ist der Kernmarkt der Formel 1 und es ist klar, dass wir alle wichtigen Strecken im Kalender behalten wollen. Wir selbst können sie nicht profitabel machen, da wir keine Kurse kaufen werden. Aber wir werden die Betreiber unterstützen und daran arbeiten eine noch größere Show zu liefern.

Als amerikanisches Unternehmen werden Sie wohl auch in Ihrer Heimat mehr Rennen wollen?
Wir haben in Austin einen großartigen Event. Aber ja, wir planen ein weiteres Rennen in den USA dazu zu bekommen. Als Locations denken wir an in New York, L.A., Miami oder Las Vegas zu fahren. Wir sind überzeugt, dort ein ganz spezielles Rennen zu erschaffen. Die Formel 1 hat bislang sicher nicht genug in den US-Markt investiert. Das muss sich ändern.

Der Bottas Deal

perfekt-mercedes-bestaetigt-valtteri-bottas-felipe-massa-verschiebt-renteValtteri Bottas heißt der Nachfolger von Weltmeister Nico Rosberg bei Mercedes F1. Ein echter Finne folgt also auf einen “halben”. Aber ist Bottas auch nur halb so gut wie Rosberg? Wieso bekam Wehrlein seine Chance nicht? Und wären da andere Piloten nicht besser gewesen? Die Hintergründe. Weiterlesen

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