Auer: „Ich fühle mich für Großes bereit!“

Formelaustria.at war für Euch beim Medientag der DTM und hat sich dort mit Österreichs großer Nachwuchshoffnung Lucas Auer unterhalten

Formelaustria.at: Lucas, was sind deine Ziele für die neue Saison?
Ich möchte das nächste Level erreichen. Man muss eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr sehen. Ob es für den Titel reicht, kann ich noch nicht sagen. In der DTM ist alles realistisch, deswegen möchte ich gar nicht so viel dazu sagen, weil man sich damit nur die Zunge verbrennt (grinst). Ich fühle mich aber für großes bereit.

Formelaustria.at: Hast du in diesem Winter dein Trainingsprogramm verändert oder umgestellt? Hast du härter oder intensiver trainiert?
Ja, ich habe mein Programm komplett umgestellt. Nach zwei Jahren, weißt du wo deine Stärken und Schwächen liegen. Ich bin ziemlich ins Detail gegangen und war in Amerika Kart fahren, um fit zu bleiben und die Reaktionen zu trainieren. Ich habe also einiges mehr gemacht in diesem Winter.

Formelaustria.at: Apropos Kart fahren, eine Frage unserer Leser an dich: Fährst du noch Kart, wenn ja, wann und wo?
Im Januar war ich in Florida mit meinem Teamkollegen Robert Wickens. Er meinte, dass Wetter ist top dort und man Kart fahren (zwinkernd).

Formelaustria.at: Wie sehr schmerzt der Abschied von deinem letztjährigen Team, Mücke Motorsport?
Ich habe eine lange Vergangenheit mit Mücke und es schmerzt schon. Aber man muss nach vorne schauen. Jetzt bin ich bei HWA, einem brutal erfolgreichen und professionellen Team und freue mich darauf.

Formelaustria.at: Du hast mit Edoardo Mortara heuer einen neuen Teamkollegen bekommen. Inwiefern, unterscheidet er sich zu deinen vorigen Teamkollegen Gary Paffett und Christian Vietoris?
Ich finde es gut, dass ich mit Edo hab ich einen der schnellsten Männern der DTM neben mir habe. Das ist gut für meine Entwicklung. Von den Persönlichkeiten unterscheiden sich alle ziemlich stark. Man muss schauen und abwarten, wie sich das entwickelt.

Formelaustria.at: Du startest in deine dritte DTM Saison. Siehst du noch Sachen in denen du dich steigern und verbessern kannst?
Ich muss die Konstanz finden, dann bin ich für alles bereit. Ich bin mit den Testtagen ziemlich hinterher und natürlich die neuen Reifen verstehen!

Formelaustria.at: Wie bewertest du die neuen Regeländerungen im Bereich Leistung, Abtrieb. Renndauer, Reifen und Fahrerfeld?
Ich mag es, wenn viele Autos am Start sind. Ein großes Feld ist immer toll. Die anderen Änderungen finde ich allesamt gut. Wir müssen uns darauf einstellen und ich bin zuversichtlich.

Formelaustria.at: Im Winter gab es das Gerücht, dass du in die Formel 1 zu Manor Racing wechseln könntest. War da was dran oder war es nur ein Gerücht? Glaubst du, du könntest in der Formel 1 dank Mercedes-Benz und BWT andocken?
Es war ein Gerücht. Ich will erstmal in der DTM erfolgreich sein. Das ist mein Ziel. Die Formel 1 ist mein Traum, aber DTM hat im Moment die größere Priorität.

Formelaustria.at: Wann hast du eigentlich davon erfahren, dass dein Onkel, Gerhard Berger, neuer Aufsichtsrat der ITR/DTM wird?
Als letzter wahrscheinlich (lacht). Zwei Stunden vor der offiziellen Bekanntgabe hat mir das Olli (Kapffenstein, Mercedes AMG DTM Kommunikation) mitgeteilt. Davor gab es kein Kontakt, warum auch?

Formelaustria.at: Dein Onkel meinte, weniger Premuim, mehr Emotionen. Ist das der richtige Weg, die DTM wieder attraktiver zu machen für die Fans?
Was ich meine ist irrelevant. Ich glaube, es sitzen da so viele Menschen mit so viel Erfahrung im Racing. Die werden das schon richten. Ich bin für das Rennen fahren zuständig.